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Der Weg zurück auf die Bühnen der Wahlheimat Duisburg

Maurice Allen Lee ist Sänger lebt seit knapp 17 Jahren in Duisburg-Baerl. Als Sänger und Entertainer konnte man ihn bislang aber selten in der Heimatstadt seiner Wahl erleben.

Foto: Michael Dahlke

Maurice Allen Lee ist Sänger lebt seit knapp 17 Jahren in Duisburg-Baerl. Als Sänger und Entertainer konnte man ihn bislang aber selten in der Heimatstadt seiner Wahl erleben. Foto: Michael Dahlke

Duisburg.   Der Sänger, Entertainer und Songschreiber Maurice Lee will künftig mehr in Duisburg auftreten, mit selbst geschriebenen und komponierten Stücken.

Er kann singen wie Elvis oder wie Tom Jones. Er ist auf der Bühne so explosiv wie James Brown, wenn er den Godfather of Soul gibt. Er schmettert wie Pavarotti und röhrt wie Tina Turner, wenn’s ihm gefällt sogar mit Perücke und im kurzen Ledermini. „Das kann ich auch, ich hab’ schöne Beine“, sagt Maurice Allen Lee und lacht. Der Wahlduisburger ist ein Entertainer, der allein einen ganzen Abend bestreiten könnte und dabei eine Showgröße nach der anderen auf die Bühne bringt. Aber genau das will er nicht mehr. Er will seine eigenen Lieder singen, und das will er nun zunehmend in Duisburg, wo er noch relativ unbekannt ist.

Als Kind hat er im Kirchenchor gesungen

Das klingt erstaunlich, denn der in Oklahoma City geborene Lee, lebt immerhin schon gut 17 Jahre in Baerl. Dass er in seiner Wahlheimat als Sänger und Entertainer kaum präsent ist, liegt daran, dass er jahrelang mit einer Party- und Showband im Norden der Republik auf Tour war. Eine Verbindung aus alten Tagen, als er noch in Oldenburg lebte. Seit zehn Jahren tritt er mit dem Rockorchester Ruhrgebeat auf, ist immer mal wieder bei den „New York Nights“ in Pamela Falcons „riff“ im legendären Bochumer Bermuda-Dreieck zu erleben. Aber eben nicht in Duisburg.

Zumindest nicht auf der Bühne. Denn zuweilen hilft er ehrenamtlich bei den Kunstprojekten seiner Lebensgefährtin, Sigrid Beuting, mit. „Wir sind ein Paar wie John Lennon und Yoko Ono“, meint Lee und grinst. Während Sigrid Beuting sich der Bildenden Kunst verschrieben hat, ist die Musik sein Metier. Und das von Kindesbeinen an. „Ich musste immer mit zum Kirchenchor“, erinnert sich Lee. „Meine Brüder durften spielen gehen. Ich nicht. Ich dachte damals immer, weil ich ein böser Junge bin.“

Ausbildung zum Opernsänger in den USA

Heute weiß er längst, dass seine Eltern sein stimmliches Talent schon damals erkannt und im Chor geschult haben. In einer Rockband hat er sich allerdings in seinen Jugendjahren fast die Stimmbänder ruiniert. Lee: „Weil ich Schwierigkeiten hatte, bin ich damals zur Opera Society gegangen.“ Von seiner Ausbildung zum Opernsänger und seinen zwei Jahren als erster Tenor an der Oper in Atlanta (Georgia) profitiert er noch immer, wie er sagt: „Bis heute benutze ich diese Technik der Stimmübungen vor jedem Konzert.“

Doch die Oper selbst war für ihn keine Option. „Als junger Mann wollte ich unbedingt wie viele andere meiner Generation nach Europa.“ Auf dem Umweg über Südamerika und Indien ist ihm das auch gelungen.

Verbindung zwischen verschiedenen Musikstilen

Hier ist er angekommen. Auf musikalischem Gebiet hingegen noch nicht so, wie er es sich erträumt: „Als Musiker ist man immer auf der Suche, aber ich wusste lange nicht, was ich eigentlich suche.“ Ihn habe immer die Verbindung zwischen verschiedenen Stilen interessiert, wie Rapp und Jazz als Fusion. „Aber ich will meine eigenen Stücke komponieren und texten. Etwas Authentisches. Das ist wie die Geburt eines Kindes“, beschreibt Lee den Prozess. Eigene Kompositionen zu singen, das sei schwierig, mit Coversongs verdiene man das schnellere Geld. Dennoch hat Maurice Lee sich entschieden, künftig mehr eigene Sachen zu machen und sich um Auftritte in der Umgebung zu bemühen. „Das Publikum hat mehr Respekt, wenn man sein eigenes Ding macht. Und wenn ich einen Song schreibe, den die Leute mögen, dann macht mich das glücklich.“

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