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Der OB-Wahlkampf in Duisburg hat begonnen

Am Donnestag hat Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link verkündet, dass die OB-Wahl auf den September vorgezogen wird.

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Am Donnestag hat Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link verkündet, dass die OB-Wahl auf den September vorgezogen wird. Foto: imago stock&people

Duisburg.   Nach dem Paukenschlag von OB Sören Link hat der Wahlkampf schon begonnen. Bei allen Tricks und Lamentos: Am Ende entscheidet der Wähler.

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Die vorgezogene OB-Wahl im September hat echte Vorteile. Wir können zum Beispiel sicher sein, dass auf jedem Fall vor dem 24. September der schöne neue Bahnhofsvorplatz mit einem Fest eingeweiht wird. Auch der Kaufvertrag für den Mega-Bau „The Curve“ im Innenhafen dürfte bis dahin besiegelt sein. Schulen werden mit Landesmitteln, Straßen mit Bundesmitteln saniert sein. Verkünder der gute Nachrichten hier wie dort: der Oberbürgermeister.

So ist Wahlkampf – in allen politischen Farbschattierungen. Aber Sören Link ist fraglos der Favorit. Und jetzt noch mehr mit seinem Coup des vorgezogenen Wahltermins. Er nutzt die Gunst der Stunde. Nicht nur bei den Genossen bundesweit, sondern auch, weil sich fraglos derzeit einiges tut in der Stadt, das sich als Erfolge seiner Amtszeit verbuchen lässt.

Das Schöne ist: Der Wähler entscheidet

Vielleicht lässt ja auch noch aus dem Zweitliga-Aufstieg der Zebras was machen... . Aber das Schöne bei Wahlen ist ja: Der Wähler entscheidet. Und wenn er mit der OB-Bilanz mehrheitlich zufrieden ist, wird Link wieder gewählt. So einfach ist das.

So wie sich jetzt Bauarbeiter und Stadtbedienstete im OB-Sinne sputen werden, müssen sich die Link-Kontrahenten gezwungenermaßen nun beeilen. Allein mit Lamentos zum Wahltermin werden sie nicht sehr weit kommen, auch nicht mit Klagen über, sagen wir, gewisse Robustheiten des OB.

Die Robustheiten des Oberbürgermeisters

Auch wenn die Wahl im Mai 2018 stattfinden würde, drängt sich bei der CDU nicht wirklich ein Gegenprofil auf. Und wenn Linke, Grüne oder FDP sowie Wählergruppen nicht nur Zählkandidaten präsentieren wollen, werden sie prüfen müssen, ob es eine gemeinsame Alternativ-Kandidatur geben wird, die mehr ist als „Link nein“.

Wer glaubt oder der SPD zuschreibt, dass die Oberbürgermeisterwahl am Bundestag-Wahltag in Duisburg nur die zweite Geige spielt oder spielen soll, unterschätzt die Duisburger. Wenn durch den Doppeltermin mehr Bürger zur Wahl gehen: umso besser. Und die WAZ als lokale Zeitung wird vor allem die OB-Wahl in den Fokus stellen.

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