Open-Air-Kunst

Der Leinpfad in Ruhrort wird wieder zur Fotogalerie

Frank Hohmann und Daniela Szczepanski bereiten ihre neue Ausstellung „Die Nacht ist bunt am Hafenmund“ vor.

Frank Hohmann und Daniela Szczepanski bereiten ihre neue Ausstellung „Die Nacht ist bunt am Hafenmund“ vor.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Großformatige Fotos von Daniela Szczepanski und Frank Hohmann zeigen Industrie und Wasser bei Nacht. Beeindruckende Aufnahmen ziehen Blicke an.

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Spannende Lichteffekte, Industrie und Wasser – in natura als auch auf Leinwand: In Ruhrort eröffnet die Outdoor-Galerie „Aufnachtschicht“ ihre neue Ausstellung „Die Nacht ist bunt am Hafenmund 2018“. Zehn brandneue Fotografien im Großformat von Daniela Szczepanski und Frank Hohmann sind ab sofort am Leinpfad zu bestaunen. Die 3,30 x 2,10 Meter großen Fotografien sollen dort für zwei Jahre hängen.

Die Fotos entstehen immer nachts

Begonnen hat alles 2010, als die Outdoor-Galerie im Zuge der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 entstand. Seitdem führen die Fotografen Szczepanski und Hohmann das Projekt weiter. Die Motive zum Thema „Wasserwege in und um Duisburg“ fotografieren sie ausschließlich nachts. Dennoch sind die Bilder nicht düster oder melancholisch. Viele bunte Lichter, beispielsweise von der Industrie oder auch von Schiffen, sorgen für Abwechslung und laden den Betrachter zum Entdecken ein.

Bei den Arbeiten an der Outdoor-Galerie kommen die Fotografen oft und gern ins Gespräch mit den Menschen und freuen sich über die positive Resonanz auf ihre Arbeiten: „Die Bilder machen die Menschen stolz auf ihre Heimat. Sie entdecken die Schönheit des Bekannten“, findet Daniela Szczepanski. Schon während die Künstler ihre Bilder aufhängen, ziehen sie wieder zahlreiche Spaziergänger in ihren Bann. Viele bleiben stehen und wagen einen genaueren Blick. Sie sehen unter anderem den Ruhrorter Hafen: Wasser und Schiffe, aber auch die hohen, rauchenden Schlote der Stahlwerke, die sich im Hintergrund zeigen.

Motive wurden in den Vorjahren schon gestohlen

Die Bilder sind jedoch so beliebt, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Diebstählen kam. Zwar sind die Fotoleinwände gut gesichert und befestigt, dennoch wurden einige gestohlen oder auch zerstört. Im vergangenen Jahr wurden zwei Motive aus dem Rahmen geschnitten. Die beiden Fotografen ärgert das sehr, doch sie nehmen es mit Humor. „Wir sind jedenfalls die meistgeklauten Künstler der Stadt“, sagt Szczepanski mit einem Augenzwinkern.

Finanziert wird die Ausstellung ausschließlich über Bildpatenschaften, die von Unternehmen aus Duisburg, Vereinen und Fördergemeinschaften übernommen werden.

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