Denkmal-Tag: Zeitzeugen dringend gesucht

Foto: WAZ FotoPool

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Beim 23. „Tag des offenen Denkmals“ an diesem Sonntag, 13. September, werden allein in Duisburg wieder Tausende Besucher erwartet. Zwei der 20 Bauten und historischen Stätten, die hier besichtigt werden können, hoffen aber nicht nur auf eine große Publikumsresonanz, sie suchen vor allem eines: Zeitzeugen! Im Landesarchiv am Innenhafen und im Bahnhof Hamborn an der Markgrafenstraße sind nämlich besondere Aktionen geplant: Das im Vorjahr eröffnete Landesarchiv (Schifferstr. 30) will für ein Oral-History-Projekt möglichst viele Menschen finden, die früher in dem Gebäude gearbeitet haben, als dies noch der RWSG-Speicher war. Unter dem Motto „Der Speicher und ich“ sollen sie am Sonntag um 15 Uhr vom Arbeitsalltag erzählen. Und sie sollen, falls vorhanden, alte Fotos vom Speicher oder ihrem Arbeitsplatz mitbringen. „Das sind alles Zeitzeugen. Wir wollen, dass sie sich hier im Archiv verewigen und sie so ihre Spuren hinterlassen“, sagte Dr. Kathrin Pilger, Sprecherin des Landesarchivs. Neben den alten Fotos, von denen sich die Archivare eine Kopie machen würden, sollen die Erzählungen der früheren Beschäftigten als Audiodokument für die Nachwelt erhalten werden. „Wir sind gespannt, wie viele kommen“, so Pilger. Das Archiv ist am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt zahlreiche Führungen, Kindertheater, Architektur-Vorträge und Auftritte des Mercator-Ensembles.

Ein Schmankerl erleben auch die Besucher des Bahnhofs Hamborn. Denn am Denkmal-Tag (10-15 Uhr) wird noch einmal die Ausstellung „Wie Hamborn den Anschluss an die weite Welt bekam“ gezeigt. „Auch wir hoffen, dass Besucher alte Fotos mitbringen – etwa vom alten Wartesaal oder Außenansichten des Gebäudes“, sagt Jörg Weißmann. Er ist Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn. Weißmann wird die beiden Führungen durchs Gebäude (11 und 14 Uhr) leiten.

Erstmals dabei ist die neue Heimat der Duisburger Stadtarchäologen. Sie sind jetzt in der alten Elektromechanischen Werkstatt im Landschaftspark Nord (Lösorter Straße 129, nahe der Jugendherberge) untergebracht. Geöffnet So., 10.45- 18 Uhr. Es gibt Führungen durchs aräologische Archiv, aber auch durch eine neue Ausstellung. Ein Programm der Kulturwerkstatt Meiderich rundet das Programm ab.

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