Global Marijuana March

Aktivisten demonstrieren in Duisburg für Legalisierung von Cannabis

Anfang Mai gibt es in der Duisburger Innenstadt eine Demonstration für die Legalisierung von Cannabis. Diese Dame demonstrierte 2017 in Sao Paulo für die selbe Sache

Anfang Mai gibt es in der Duisburger Innenstadt eine Demonstration für die Legalisierung von Cannabis. Diese Dame demonstrierte 2017 in Sao Paulo für die selbe Sache

Foto: dpa Picture-Alliance / Cris Faga/Geisler-Fotopress

Duisburg.  Die "Hanf-Aktivisten" versammeln sich am 6. Mai in Duisburg zum „Global Marijuana March", der weltweit in hunderten Städten stattfindet.

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Zur Legalisierung von Cannabis veranstalten die „Hanf-Aktivisten“ Duisburg am Sonntag, 6. Mai um 14 Uhr, eine Demonstration in der Duisburger Innenstadt. Start ist am Opernplatz, die Abschlusskundgebung findet am Dellplatz statt. Die Organisatoren rechnen mit etwa 200 Teilnehmern.

Das Motto dabei lautet: Gesundheit statt Strafverfolgung. Seit dem 10. März 2017 existiert ein neues Gesetz, das Ärzten erlaubt, Cannabis für bestimmte Patienten zu verschreiben. „Krankenkassen dürfen dies nur in Ausnahmefällen ablehnen. Das Gegenteil ist leider Fall. Denn die Krankenkasse lehnen über 60 Prozent der Anträge auf Cannabis-Therapie ab“, erklärt der Sprecher der Hanf-Aktivisten in Duisburg, Bernd Schmidt.

Weltweiter „Global Marijuana March“

Weltweit findet am ersten Mai-Wochenende der „Global Marijuana March“ in mehreren hundert Städten statt. Anlässlich dieser Aktionsreihe gibt es auch in Deutschland mehrere Demonstrationen und Kundgebungen. „In Duisburg findet diese Demo extra an einem Sonntag statt, da am Samstag Pegida in der Innenstadt aufläuft“, so der Sprecher.

Das gegenwärtige Cannabisverbot in Deutschland schade Millionen von Bürgern massiv, wie die Organisatoren mitteilen. Sprecher Schmidt sieht vor allem die Politik in der Pflicht: „Wir wollen eine Änderung erreichen. Das Konzept liegt dem Gesundheitsausschuss auch vor. Cannabis hilft unglaublich vielen Menschen, das Verbot dagegen erzeugt nur Schäden und erfüllt keinen Zweck.“

Viele Menschen bauen schlussendlich selbst an

So wollen die „Hanf-Aktivisten“ auch auf die Probleme mit Staat und Polizei hinweisen. „Weil der kommerzielle Anbau sich bis 2020 voraussichtlich verschiebt, kommt eine benötigte Liefermenge für Patienten erst gar nicht in Deutschland an“, bedauert Schmidt. Deshalb würden viele selbst anbauen und sich damit straffällig machen. Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbandes, ergänzt: „Kranke Menschen greifen auch auf mit giftigen Stoffen gestrecktes Cannabis auf dem Schwarzmarkt zurück, weil ihnen der Zugang zu ihrer Medizin unnötig erschwert wird.“

Als Sprecher werden Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Stellvertretende Bundesvorsitzende FDP), Niema Movassat (Drogenpolitischer Sprecher der Linken) und Hubert Wimber (Polizeipräsident Münster a.D.) bei der Demo auftreten. Musik gibt es von der lokalen Band Rootzfaya.

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