Lehmbruck-Museum

„David“ ist kein rosiges Kunst-Kapitel für Duisburg

Der riesige „David“ von Hans-Peter Feldmann wurde in dieser Woche abgebaut, er bleibt im Depot der Werkstatt „Die Schmiede“ im Landschaftspark, für den Fall, dass sich ein Sponsor für eine Replik findet.

Der riesige „David“ von Hans-Peter Feldmann wurde in dieser Woche abgebaut, er bleibt im Depot der Werkstatt „Die Schmiede“ im Landschaftspark, für den Fall, dass sich ein Sponsor für eine Replik findet.

Duisburg.   Die Skulptur im Kant-Park musste abgebaut werden. Aber das Museum zeigt jetzt wieder mehr Werke als zuvor. Ein Kommentar von Anne Horstmeier.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die guten und die schlechten Nachrichten, die in dieser Woche aus dem Lehmbruck-Museum gekommen sind, hängen zusammen. Der Abbau der „David“-Skulptur an prominenter Stelle im Kant-Park und die Wiedereröffnung des Anbaus erinnern an die Amtszeit von Raimund Stecker, den Museumsdirektor mit den großen Visionen.

Die Anschaffung des „David“ von Hans-Peter Feldmann erweist sich als Geldverschwendung, zumal Stecker wissen musste, dass der Riese untauglich für eine dauerhafte Präsentation im Außenraum war. Vom Künstler eigentlich nur für einen Sommer quasi aus Pappmaché gemacht, gelang es dem Museumschef allerdings, mit Hilfe des damaligen OB Adolf Sauerland die Stadtwerke als Sponsor zu gewinnen. Das erste Ausrufungszeichen, das Stecker 2010 in Duisburg setzte, bröckelte bald, die Restaurierung zahlten erneut die Stadtwerke.

Und auch Steckers Aufräumen im „schönsten Museum der Welt“, wie er damals vollmundig sagte, das anfangs noch sinnvoll erschien, um die außergewöhnliche Architektur wieder mehr zur Geltung zu bringen, endete damit, dass Kunst im Museum nur noch spärlich zu sehen war. Hinzu kam das bekannte finanzielle Desaster.

Da ist es ein großer Lichtblick, dass drei Jahre später nicht nur wieder finanzielle Stabilität herrscht, sondern das Museum auch baulich so instand gesetzt worden ist, dass es seine Sammlung wieder stolz vorzeigen kann. „Viele Bürger werden, ebenso wie ich, begeistert sein, wenn sie das Ergebnis der Neupräsentation in den Räumen sehen, die seit Jahren der Öffentlichkeit entzogen waren“, sagt Kulturdezernent Thomas Krützberg über den finanziellen und personellen Kraftakt.

Und „David“ dürfte als gar nicht so rosige Episode in die Kunst-Geschichte der Stadt eingehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben