Ferienende

Das Duisburger Schulsystem rüstet sich für Wachstum

Sanierungsarbeiten an vielen Schulen werden sich über die nächsten Jahre ziehen: Im Bild die laufenden Arbeiten an der Turnhalle der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Rumeln, die gerade für 1,5 Millionen Euro modernisiert wird.

Sanierungsarbeiten an vielen Schulen werden sich über die nächsten Jahre ziehen: Im Bild die laufenden Arbeiten an der Turnhalle der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Rumeln, die gerade für 1,5 Millionen Euro modernisiert wird.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Zum Start ins Schuljahr 2017/18 bleiben noch viele Baustellen: Lehrer fehlen, Containerklassen kommen erst im Laufe des Jahres.

Für die Großen sind sechs Wochen Ferien vergangen, für die Kleinen ist heute der erste Schultag. Zum Start ins Schuljahr 2017/18 haben wir wissenswerte Zahlen, Daten und Fakten gesammelt.

68 000 Schüler werden in diesem Schuljahr wohl die Duisburger Schulen besuchen (ohne Privatschulen Waldorf, St. George und Sternenschule) Eine genaue Zahl liegt noch nicht vor, sie wird erst im September durch Abfrage von der Stadt erfasst. Durch kurzfristige Umzüge vor allem bei Zuwanderern und durch Flüchtlinge, die nach Duisburg kommen, sind kurzfristige Änderungen möglich. Im vergangenen Schuljahr besuchten laut Landesstatistik 50 916 Schüler die allgemeinbildenden Schulen (ohne Berufskollegs).

Donnerstag ist der erste Tag für i-Dötzchen

4 481 Mädchen und Jungen packen heute die Schultüte. Für sie ist der heutige Donnerstag der erste Schultag in einer von 77 Grundschulen in der Stadt. Das ist die Zahl der im Frühjahr angemeldeten Kinder, auch sie ist seither noch gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es 4079 i-Dötzchen, die Schulverwaltung rechnet allein bei ihnen mit einem Plus von rund 500 Mädchen und Jungen.

32 Klassen-Container sollen aufgestellt werden, 22 an Grundschulen, um die akute Raumnot zu lindern. Das soll im Lauf des ersten Halbjahres geschehen. Weil jeweils Ausschreibungen mit Fristen und Vorarbeiten erforderlich waren, war das nach dem Ratsbeschluss im Frühling nicht bis zum Ferienende möglich. „Die Schulen fangen aber den Schülerandrang im laufenden Betrieb auf, alle angemeldeten Kinder können zum Schulstart beschult werden“, sagt Ralph Kalveram, Leiter des Amtes für schulische Bildung.

4 080 Mädchen und Jungen wechseln nach den Sommerferien auf die weiterführenden Schulen. Die meisten Schüler, 2235 meldeten sich an den 13 Duisburger Gesamtschulen an, die zwölf Gymnasien begrüßen 1200 Sextaner, die drei Sekundarschulen planen rund 400 Aufnahmen, vier Realschulen nehmen etwa 300 Schüler auf. Von den zwei verbliebenen Hauptschulen bildet nur noch die Walsumer Ludgerusschule zwei Eingangsklassen, die Hauptschule Gneisenaustraße in Neudorf läuft aus. Genaue Zahlen für die zehn Förderschulen liegen noch nicht vor – laut Landesstatistik zählten sie im vergangenen Jahr rund 2200 Schüler.

10 800 10 800 Schüler besuchen die neun Berufskollegs

670 Mädchen und Jungen mit Behinderungen oder sonstigem Förderbedarf besuchen im Zuge des gemeinsamen Lernens keine Förder-, sondern Regelschulen. Darauf besteht Rechtsanspruch seit 2014, seither ist die Zahl der Inklusionsschüler nach Angaben des Jugendamtes um rund 50 Prozent gestiegen.

10 800 Schüler besuchen die neun Berufskollegs (ohne Private), dort unterrichten rund 690 Lehrer. Mit 2559 jungen Frauen und Männern war das BK Mitte in Neudorf 2016/17das größte Kolleg, gefolgt vom BK Walther Rathenau in Hamborn (2371) und dem Robert-Bosch-BK in Huckingen (2323).

1 480 Schüler zählt die G.-L.-Leibniz-Gesamtschule in Hamborn, sie führt damit die Größen-Rangliste der allgemeinbildenden Schulen an. Jeweils rund 100 Schüler weniger zählen die Gesamtschulen Mitte und Meiderich auf Rang zwei und drei, dann folgt das Mannesmann-Gymnasium in Huckingen mit rund 1270 Schülern, Steinbart- und Landfermann-Gymnasium mit jeweils rund 1050 Pennälern sind die nächstgrößeren.

379 Kinder zählte 2016/17 die Albert-Schweitzer-Schule in Huckingen, sie bleibt die größte von 77 Grundschulen vor der Abteischule (Hamborn) und der Grundschule am Röttgersbach.

900 Schüler besuchen die Realschule Fahrn – sie ist die größte vor Gustav-Heinemann- und Gustav-Stresemann-Realschule (jeweils rund 330).

4134 befanden sich vor Beginn der Sommerferien in Integrationsklassen. Sie sind als Zuwanderer oder Flüchtlinge nach Duisburg gekommen und lernen dort zunächst Deutsch, um dann in den Regelunterricht zu wechseln. Sie verteilen sich auf Grundschulen (1939), weiterführende Schulen (1850) und Berufskollegs (345). Die starke Zuwanderung nach Duisburg ist zum großen Teil verantwortlich für den starken Anstieg der Schülerzahlen.

151 Schulkomplexe mit 815 Einzelgebäuden werden in Duisburg vom städtischen Immobilien-Management (IMD) verwaltet. Derzeit stehen die Zeichen auf Modernisierung der Infrastruktur. In den nächsten drei Jahren sollen allein 86 Millionen Euro aus dem Landesprojekt „Gute Schule 2020“ investiert werden.

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