Tempolimit

Damit Autofahrer schneller fahren: Schilder werden größer

Um diese Hinweisschilder zum Lärmschutz auf der Sittardsberger Allee in Duisburg-Buchholz geht es.

Um diese Hinweisschilder zum Lärmschutz auf der Sittardsberger Allee in Duisburg-Buchholz geht es.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Buchholz.  Auf der Sittardsberger Allee gilt am Tag Tempo 50, aber viele Autos fahren nur 30. So sollen größere Schilder jetzt den Verkehr flüssiger machen.

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Der Verkehr auf der Sittardsberger Allee fließt in Zukunft hoffentlich besser: Die Zusatzschilder, die Autofahrer darauf hinweisen, dass Tempo 30 dort nur nachts gilt, werden in den nächsten Tagen gegen größere ausgetauscht. Damit endet eine lange Auseinandersetzung zwischen Junges Duisburg und der Verwaltung.

Auf der Sittarsdsberger Allee gilt normalerweise Tempo 50, zwischen 22 und 6 Uhr sind aus Gründen des Lärmschutzes allerdings 30 km/h vorgeschrieben. Zusatzschilder weisen die Autofahrer darauf hin, dass sie nur nachts langsamer fahren müssen – aber viele verlangsamen auch tagsüber. Die Ursache dafür sieht Junges Duisburg in der zu kleinen Größe der Schilder und stellte einen Antrag, sie zu vergrößern: Größere Schilder würden von den Autofahrern besser wahrgenommen und würden zu einem flüssigeren Verkehr führen, argumentierte die Fraktion.

Der Antrag von Junges Duisburg auf größere Schilder wurde abgelehnt

Der Antrag wurde in der Bezirksvertretung Süd allerdings abgelehnt. Auch die Verwaltung war gegen größere Schilder: Die Maße der Zusatzschilder seien von der Straßenverkehrsordnung vorgegeben. Mit den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung argumentierte allerdings auch Junges Duisburg.

Die Größe von Zusatzschildern richtet sich nach der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Von „20 bis weniger als 50“ km/h ist eine kleinere Größe vorgesehen als von „50 bis 100“ km/h. Auf der Sittardsberger Allee sind die Zusatzschilder mit der Aufschrift „22 bis 6 Uhr“ bislang in der kleineren Variante installiert. Diesen Sachverhalt hat der Fraktionsvorsitzende von Junges Duisburg, Frederik Engeln, dem Oberbürgermeister nun noch einmal in einem Brief geschildert.

Auch andere Straßenschilder in Duisburg entsprechen nicht den Vorschriften

Die Reaktion aus dem Rathaus: „Die Verwaltung hat mich darüber informiert, dass wir mit unserer Auffassung genau richtig lagen und die Schilder zeitnah durch die Wirtschaftsbetriebe getauscht werden. Der Auftrag an die WBD sei bereits erteilt“, freut sich Engeln.

Es dürften nicht die letzten Zusatzschilder sein, die auf Duisburger Straßen gegen größere ausgetauscht werden: Laut Engeln entsprechen „viele weitere Schilderkombinationen in Duisburg nicht den Vorgaben“. Auch sie müssten nun angepasst werden.

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