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Reiseärger und Abzocke: So hilft die Verbraucherzentrale

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Viele Anfragen rund um das Thema Reisen gab es im Corona-Jahr 2020 bei der Verbraucherzentrale in Duisburg.

Viele Anfragen rund um das Thema Reisen gab es im Corona-Jahr 2020 bei der Verbraucherzentrale in Duisburg.

Foto: Clara Margais / dpa

Duisburg.  Abzocke bei Schlüsseldiensten oder Ärger um Reisen, Stornierungen und Rückzahlungen in Corona-Zeiten: So hilft die Verbraucherzentrale Duisburg.

Gutscheine statt Geld für ausgefallene Veranstaltungen und Reisen, vermeintliche schufafreie Sofortkredite, die sich als kostenpflichtige Prepaid-Karten erweisen, Online-Bestellungen, die wochenlang unterwegs sind oder gar nicht eintreffen. Und nicht zuletzt einschüchternd auftretende Inkassobüros, die Verbraucher unter Druck setzen: Bei rund 5800 Anliegen war die Verbraucherzentrale in Duisburg nach eigenen Angaben im Corona-Jahr 2020 Ansprechpartnerin, um Verbraucherrechte durchzusetzen oder unberechtigten Forderungen einen Riegel vorzuschieben.

„Auch wenn wir wegen der Pandemie einige Wochen lang keine persönliche Beratung anbieten konnten, waren und sind wir per Telefon und E-Mail stets mit Ratsuchenden in Kontakt“, sagte Paulina Wleklinski, Leiterin der Beratungsstelle an der Friedrich-Wilhelm-Straße 30, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2020.

Verbraucherzentrale Duisburg: Viele Fragen zum Thema Reisen im Corona-Jahr 2020

Vor allem Auskünfte rund um Verbraucherrechte im Lockdown – auch mit Blick auf Öffnungen unter Auflagen – waren im vergangenen Jahr demnach stark gefragt. Angesichts von Reisewarnungen, Quarantäne- und Testpflichten, Absagen und Umbuchungen rangierten Anfragen rund ums Thema Reisen in der Statistik der Beratungsstelle ganz oben. Oft beklagten Betroffene schleppende oder verweigerte Rückzahlungen von Veranstaltern bei Stornierungen sowie das Vertrösten mit Gutscheinen.

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„Besonders verärgerte die Menschen, wenn Anbieter auf ihre Anfragen gar nicht oder erst nach Wochen reagierten“, berichtet die Beratungsstellenleiterin und betont: „Corona hat den Verbraucheralltag erheblich verändert. Der Onlinehandel hatte Hochkonjunktur und rief auch unseriöse Anbieter auf den Plan. Service und rasche Unterstützung für verunsicherte und übervorteilte Menschen standen deshalb für uns im Vordergrund.“

Weit überzogene Forderungen von Schlüsseldiensten, Rohrreinigungs- und Schädlingsbekämpfungs-Notdiensten seien zudem seit vielen Jahren ein Dauerärgernis. Anlässlich des Weltverbrauchertags klärte die Beratungsstelle auf, wie sich Ärger und Abzocke vermeiden lassen.

Erfolgreiche Rechtsberatungen

  • Bei rund 2100 Rechtsberatungen und -vertretungen haben sich die Verbraucherschützer 2020 nach Angaben der Expertin zumeist erfolgreich für die berechtigten Ansprüche von Ratsuchenden eingesetzt.
  • Bei 32 Prozent der rechtlichen Hilfestellungen habe die Sozialklausel gegriffen. Sie seien aufgrund von niedrigen Einkommen entgeltfrei erfolgt.
  • Weitere Infos zum Jahresbericht gibt es auf www.verbraucherzentrale.nrw/duisburg-jahresbericht2020

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