Landfriedensbruch

Clan-Fehde in Duisburg ausgerechnet vor dem Polizeipräsidium

Das Duisburger Polizeipräsidium an der Düsseldorfer Straße: Hier gerieten am Samstag zwei verfeindete Großfamilien aneinander. (Archivbild)

Das Duisburger Polizeipräsidium an der Düsseldorfer Straße: Hier gerieten am Samstag zwei verfeindete Großfamilien aneinander. (Archivbild)

Duisburg-Dellviertel.  Zwei Großfamilien haben sich vor dem Polizeipräsidium eine Auseinandersetzung geliefert. Die Polizei stellte Macheten und Eisenstangen sicher.

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Die Polizei hat vor der eigenen "Haustür" einen Streit zweier Großfamilien beendet und Strafanzeige wegen Landfriedensbruchs erstattet. Rund 40 Personen waren beteiligt, von 20 von ihnen nahm die Polizei die Personalien auf. Dem Tumult vorausgegangen war die handfeste Auseinandersetzung zweier männlicher Angehöriger der beiden Familien, die eher zufällig auf einem Tankstellengelände gegenüber dem Präsidium an der Düsseldorfer Straße stattfand.

Polizei findet Macheten, Eisenstangen, Golfschläger und Messer

Den "Heimvorteil nutzend", waren die Beamten am Samstag entsprechend schnell Herr der Lage und stellten unter anderem Macheten, Eisenstangen, Holzstöcke, Golfschläger sowie mehrere Messer, die in den Autos und Büschen gelagert worden waren, sicher.

Hintergrund der Auseinandersetzungen sind seit langem andauernde Streitigkeiten zwischen den Familienangehörigen. Zurzeit liegen in dieser Sache unter anderem Anzeigen wegen Bedrohung und räuberischer Erpressung vor, weiß Stefanie Bersin, Sprecherin der Polizei Duisburg.

Was genau der Grund der Schlägerei der beiden Männer war, die den Massenauflauf auslöste, ist nicht bekannt. Schwerer verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen dauern an und sind laut Polizei generell schwierig, da die Beteiligten gegenüber der Polizei in der Regel sehr verschlossen sind. (maik)

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