Ausstellung

"China 8" steuert auf 70.000 Besucher zu

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Walter Smerling bei der Eröffnung der Ausstellung „China 8“ vor dem Museum Küppersmühle.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Walter Smerling bei der Eröffnung der Ausstellung „China 8“ vor dem Museum Küppersmühle.

Foto: Kai Kitschenberg

Duisburg.   Kurator und Küppersmühlen-Direktor Walter Smerling zieht eine rundum positive Zwischenbilanz des Ausstellungsprojekts mit neun Museen in acht Städten.

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Die Ausstellung „China 8“ mit neun Standorten in acht Städten, bei deren zentraler Eröffnung am 13. Mai im Museum Küppersmühle auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel begrüßt werden konnte, „marschiert auf 70.000 Besucher zu“. Das sei angesichts der vielen Standorte schon „herausragend“, zumal es viele Besucher gebe, die mehrere Orte ansteuerten, so Walter Smerling, der aber nicht nur in Zahlen eine rundum positive Zwischenbilanz zieht.

Der Kurator von „China 8“ und Direktor des Museums für Moderne Kunst im Innenhafen freut sich darüber, dass sich Bundespräsident Joachim Gauck für den 1. September zu einem Besuch angekündigt hat. Gauck kommt nach Düsseldorf und schaut sich im NRW-Forum den Überblick an: In der Landeshauptstadt werden Arbeiten von vielen der 150 Künstler ausgestellt, die auch in den Museen des Ruhrgebiets zu sehen sind.

Direktoren begeistert vom Zuspruch

Das NRW-Forum liegt insgesamt in der Besuchergunst vorn, gefolgt vom Folkwang-Museum in Essen, der Küppersmühle und dem Lehmbruck-Museum in Duisburg, so Smerling. Aber auch die Direktoren der anderen Museen seien begeistert vom Zuspruch. So hätten die beteiligten Häuser in Gelsenkirchen, Marl und Mülheim ihre Besucherzahlen um 50 Prozent steigern können. Und in den Medien gab es über 500 Berichte.

„Enorm“, sagt Smerling. Sei doch ein Ziel von „China 8“ gewesen, auf die museale Dichte und die „wunderbaren Häuser“ an Rhein und Ruhr hinzuweisen. Die hätten darüber hinaus bewiesen, dass sie konstruktiv zusammenarbeiten können. „Eine Ausstellung in neun Museen – das hat mir vor zwei Jahren niemand geglaubt.“ Er hoffe, dass es sich am Ende „für die Kollegen und für NRW“ gelohnt hat.

Dialog ín der Heimat der Künstler

Auch in China werde die Ausstellung heiß diskutiert, sagt Smerling. Das habe ihm am Wochenende auch der Künstler Zhang Huan, der in Schanghai und New York lebt, bei der Eröffnung seiner Installation „My Temple“ in Salzburg bestätigt. „Er hat sehr euphorisch von den Reaktionen in China berichtet.“ Offenbar haben die Arbeiten, in denen die Künstler auch die gesellschaftliche Entwicklung in China reflektieren, nicht nur das deutsche Publikum überrascht, sondern auch in der Heimat der Künstler einen Dialog ausgelöst. „Unterm Strich kann man sagen, dass die Ausstellung zu einem faszinierenden interkulturellen Dialog beigetragen hat.“

Und den möchte offenbar auch die chinesische Seite weiterführen, wie Smerling sagt. Der chinesische Botschafter habe ihn gebeten, analog zu „China 8“ ein Konzept für eine Ausstellung mit zeitgenössischer deutscher Kunst in China zu entwickeln. Dazu wolle er bis September Ideen entwickeln, so Smerling.

Das Kombi-Ticket, das zum einmaligen Besuch aller Museen berechtigt, kostet 18, ermäßigt 10 Euro. Es ist erhältlich im Leserladen am Harry-Epstein-Platz. Die Ausstellung bleibt bis zum 13. September.

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