Wanheimerort.

Bürgerverein feiert 140. Geburtstag

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Wanheimerort. Seit 140 Jahren stellt sich der Bürgerverein Wanheimerort in den Dienst der Bürger – klärt Problemchen mit der Stadt, beteiligt sich an Saubermach-Aktionen oder organisiert mit dem Tag der Vereine einen Treffpunkt für sämtliche Akteure im Stadtteil. Am 30. März 1874 trafen sich ein paar eifrige Bürger und gründeten den Bürgerverein. Der runde Geburtstag wird an diesem Wochenende gebührend gefeiert und am heutigen Samstag mit einer Feierstunde begangen.

„Schon damals gab es Dinge, die die Bürger mit der Stadt klären mussten, etwa, wenn es um Leitungen ging“, sagt Harald Molder von der Zeitzeugenbörse. Die Stadtteile Hochfeld und Wanheimerort waren damals unter dem Begriff „Feldmark“ zusammengefasst. Den Stadtteil Wanheimerort gab es 1874 noch gar nicht, er wurde erst 1885 gegründet. Eine Mehrheit der damals 74 Mitglieder kam aus dem heutigen Wanheimerort, denn bereits 1879 wurde der Vereinsname in „Hochfeld-Wanheimerorter Bürgerverein“ geändert. 1902 wurde „Hochfeld“ endgültig gestrichen.

Wichtiger Ansprechpartner

Die ersten Sitzungen fanden an der Wörthstraße statt, den Vorsitz übernahm damals Schneidermeister Wilhelm Hoever. 1879 wurde er von Josef Borgartz abgelöst. Der Inhaber der Gaststätte Wanheimer Straße/Ecke Fischerstraße machte seine Kneipe zum Vereinslokal. In einer Satzung aus dem Jahr 1890 steht geschrieben: „Der Hochfeld-Wanheimerorter Bürgerverein, soll dem Gemeinwohl und den Interessen der Bürgerschaft dienen.“ Ebenso wurde geregelt, dass sich alle Mitglieder am ersten Mittwoch im Monat treffen. „Die Wahl des Gesellschaftlocal findet jährlich mit der Vorstandswahl statt“, heißt es in Paragraph zehn.

Erster großer Einschnitt in die Vereinsaktivitäten war der Erste Weltkrieg. Das Vereinsleben ruhte bis 1925. In unsicheren Zeiten trauten sich die Bürger abends nicht auf die Straße. Vereinsunterlagen aus der Zeit bis 1921 fielen Plünderungen des Vereinslokals durch Spartakisten zum Opfer. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wirkte der Bürgerverein an vielen Entscheidungen mit – etwa bei der Linienführung der Straßenbahn. 1934 enden die Aktivitäten und werden erst 1948 vom Eisenwarenhändler Adolf Bonn wieder aufgenommen. Eine Blütezeit erlebt der Bürgerverein in den 1970er Jahren.

In diese Zeit fällt der Ausbau der Fischerstraße zur Fußgängerzone. Zudem folgt auch der Brückenschlag über den Kultushafen. Die nachfolgenden Vorsitzenden Hans Driesen, Karlheinz Oehlhof und Kurt Schriedels bleiben jeweils viele Jahre Vorsitzende. Seit 2002 ist Werner Halverkamps am Ruder. „Die leeren Stadtkassen haben leider Verbesserungen für die Bewohner von Wanheimerort in den vergangenen Jahren erschwert“, bedauert er.

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