Hecken-Rückschnitt

Bürger in Aldenrade protestieren gegen Heckenrückschnitt

Heidi Samland, Horst Rottels, Gabriele Damen und Annemarie Roehl, von links, vor einer Hecke in der Vivawest Wohnsiedlung an der Friedrich-Ebert-Straße.

Heidi Samland, Horst Rottels, Gabriele Damen und Annemarie Roehl, von links, vor einer Hecke in der Vivawest Wohnsiedlung an der Friedrich-Ebert-Straße.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Aldenrade.   In Duisburg-Aldenrade will Vivawest eine Hecke stutzen. Damit sind etliche Mieter nicht einverstanden. Vivawest will eine Lösung suchen.

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Dicke Luft in einem Vivawest-Wohnblock in Aldenrade: Der Hauseigentümer will eine Hecke stutzen, was bei gut der Hälfte der Mieter auf Ablehnung stößt. Weil die Mieter bislang mit Vivawest keine Einigung haben erzielen können, haben sie sich entschieden, den Fall öffentlich zu machen.

Am 10. Oktober haben zwölf von 21 Mietparteien eine Protestnote unterschrieben, die sie der Vivawest schickten. In einer E-Mail vom 22. Oktober teilten sie ihrem Vermieter mit, dass nach ihrem Wissen ein Teil der Hecken gerodet werden sollen. „Für uns ist diese Maßnahme eine massiver Einschnitt in unsere Wohn- und Lebensqualität.“ Heidi Samland, die als Sprecherin der Protestbewegung auftritt, führt aus: „Diese Bepflanzung wurde vor fast 30 Jahren bewusst angelegt. Sie enthält eine Kern-, Mantel - und Saumzone. Ein wichtiger Teil der Mantelzone soll jetzt gerodet werden.“ Er sei sehr wertvoll für die Ökologie. Viele Vögel lebten darin, auch Igel suchten das Areal im Bereich Friedrich-Ebert-/Grabenstraße als Schutzraum aus, heißt es.

Die Mieter haben kein Verständnis für den Rückschnitt

Die Mieter haben kein Verständnis dafür, dass dieses Grün jetzt weg soll. Vivawest schrieb auf Anfrage unserer Zeitung, dass es sich keineswegs um eine Rodung, sondern einen Rückschnitt, auch Formschnitt genannt, handele. Durch diese Arbeit werde einer neuen Mietpartei ein eigener Rückzugsraum zur Verfügung gestellt, „wie ihn andere Mieter auch haben“.

Die Darstellung der Protestierenden sei also falsch. Man habe den Beschwerdeführern mitgeteilt, dass Vivawest „noch einmal nach einer für alle Seiten einvernehmlichen Lösung suchen“ werde.

Bürger glauben an Hinhaltetaktik des Vermieters

Das hält Heidi Samland für Hinhaltetaktik. Sie hat unserer Redaktion mitgeteilt, dass der Auftrag an die Firma, die den Rückschnitt erledigen soll, bereits vergeben sei. Mitarbeiter der Firma seien schon vor Ort gewesen und hätten sich ein Bild von der Situation gemacht.

Vivawest hatte den Bürgern am 25.10. mitgeteilt, dass die Suche nach einer Lösung noch etwas Zeit in Anspruch nehme. Heidi Samland glaubt, dass die Arbeiten bereits in wenigen Tagen erfolgen sollen.

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