Bombendrohung

Bombendrohung in der Duisburger Innenstadt war ein Fehlalarm

Die Polizei durchsucht das Gebäude und die Umgebung nun mit Sprengstoff-Spürhunden.

Die Polizei durchsucht das Gebäude und die Umgebung nun mit Sprengstoff-Spürhunden.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Radfahrer hatte Mitarbeiter eines Bildungsinstituts "Hier gleich Bombe" zugerufen. Polizei nahm die Drohung ernst und durchsuchte das Gebäude.

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"Hier gleich Bombe". Diese drei Worte haben am Mittwochvormittag einen großen Polizeieinsatz in der Duisburger Altstadt ausgelöst. Ein etwa 25 bis 30 Jahre alter Radfahrer soll sie dem Mitarbeiter eines Bildungsinstituts an der Schwanenstraße zugerufen und sich dann mit seinem Rad aus dem Staub gemacht haben. Der Mann handelte prompt, nahm die Drohung ernst und alarmierte die Polizei.

Noch während die ersten Einsatzkräfte die Schwanenstraße absperren und das Gebäude räumen, machen sich weitere Kräfte auf die Suche nach dem unbekannten Mann. Er soll in Richtung Innenstadt gefahren sein. Der Mann soll kurze schwarze gegelte Haare haben, eine weiße oder beigefarbene Hose sowie eine schwarze Jacke tragen. Er soll ferner zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß sein sowie einen Fünf-Tagebart besitzen. Bis zum Nachmittag konnte er aber nicht gefunden werden.

Die Sperre der wichtigen Einfallstraße in die Innenstadt sorgte auf den umliegenden Straßen für ein Verkehrschaos. Damit im Falle einer möglichen Explosion niemand gefährdet wird, sperrten die Einsatzkräfte die Schwanenstraße zwischen Steinsche Gasse und Schwanentor sowie Teile der Fußgängerzone Münzstraße. Auch zwei Buslinien (929 und 933) mussten einen Umweg fahren. Der U-Bahn-Fahrplan war nicht beeinträchtigt, jedoch war der direkt an der Beeckstraße gelegene Zugang zum U-Bahnhof gesperrt.

Die Entwarnung kam gegen halb drei - Spürhunde hatten nichts entdecken können

Mit mehreren Spürhunden, die auch aus Dortmund, Essen und Düsseldorf als Unterstützung angefordert worden waren, durchsuchten Polizisten schließlich das Gebäude. Die Einsatzleitung hatte gleich mehrere Einheiten angefordert, da die Tiere nur eine begrenzte Zeit eingesetzt werden können. Gegen halb drei gab es schließlich Entwarnung.

Gegen den bislang unbekannten Mann wird wegen Bedrohung und "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" (§ 126 II StGB) ermittelt. Dies kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden. Sollte der Mann gefasst werden, könnten ihn ebenfalls Schadensersatzansprüche erwarten. Auch die Kosten für den Polizeieinsatz könnten ihm bei einer Verurteilung in Rechnung gestellt werden. (mawo/mars)

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