Silvester

Böller in Duisburg in einen Rettungswagen geworfen

Großeinsatz der Feuerwehr in der Nacht zu Sonntag in Duisburg-Neumühl. An der Duisburger Straße brannte gegen vier Uhr morgens eine Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses völlig aus.

Foto: Stephan Eickershoff

Großeinsatz der Feuerwehr in der Nacht zu Sonntag in Duisburg-Neumühl. An der Duisburger Straße brannte gegen vier Uhr morgens eine Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses völlig aus. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   In Duisburg haben 14 Menschen bei einem Feuer eine Rauchgasvergiftung erlitten. Rettungskräfte wurden zudem mit Böllern und Raketen beworfen.

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Die Duisburger Feuerwehr und die Rettungskräfte haben in der Nacht zu Neujahr keinen ruhigen Dienst gehabt. In Duisburg-Neumühl mussten gegen vier Uhr morgens bei einem Brand zehn Menschen über Drehleitern gerettet werden, insgesamt 17 waren betroffen.

14 Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung, darunter vier Kinder. Sie wurden in Duisburger Krankenhäusern behandelt. Auch ein Hund konnte aus der Wohnung gerettet werden.

Im Duisburger Ortsteil Huckingen haben Chaoten nach Auskunft der Feuerwehr einen Böller durch die offene Seitenscheibe eines Rettungswagens geworfen. Der Feuerwerkskörper explodierte im Fahrzeug und verletzte einen Mann. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Das Fahrzeug wurde beschädigt.

Feuer auf zwei Balkonen

Auch Rettungskräfte auf dem Weg zu einem Brand in Duisburg-Homberg in der Ottostraße sind laut Feuerwehr „massiv mit Raketen und Böllern beschossen“ worden. Die Feuerwehr-Gewerkschaft hatte im Vorfeld der Silvester-Feierlichkeiten um mehr Respekt gebeten.

In Homberg brannte es auf der Ottostraße 58 und 64 fast gleichzeitig auf zwei Balkonen. Im Haus Nr. 58 war ein Balkon im 18 Obergeschoss betroffen, im Haus Nr. 64 brannte Unrat im neunten Obergeschoss. Der Rettungsdienst brachte zwei verletzte Bewohner ins Krankenhaus. Ursache beider Brände waren laut Feuerwehr sehr wahrscheinlich Feuerwerksraketen. Zwei Feuerwachen der Berufs- und zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Ein weiteres Feuer gab es auf einem Balkon auf dem Butterweg in Neuenkamp. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer jedoch schnell löschen.

Schwere Augen- und Handverletzungen

Zudem berichten die Einsatzkräfte aus Duisburg von rund einem Dutzend Einsätzen wegen unsachgemäßen Gebrauchs von Feuerwerkskörpern mit schweren Augen- und Handverletzungen, teilweise auch mit Amputationen. Feuerwerkskörper und Raketen verursachten mehrere Brände. Neben diversen Auto-, Müllcontainer- und Gestrüppbränden, kam es auch zu einigen größeren Bränden.

Die Statistik der Duisburger Feuerwehr lautet wie folgt: „In der Silvesternacht wurden zwischen 0:00 und 5:30 Uhr 30 Brand- und 80 Rettungsdiensteinsätze abgefahren“. (red)

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