Bürger-Service

Bislang wenig Andrang auf Self-Service im Bürgerservice Süd

Passfotos schießen oder den Fingerabdruck nehmen: Der „Self-Service-Terminal“ soll die langen Wartezeiten im Bezirksamt Süd verkürzen.

Passfotos schießen oder den Fingerabdruck nehmen: Der „Self-Service-Terminal“ soll die langen Wartezeiten im Bezirksamt Süd verkürzen.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Buchholz.   „Self-Service-Terminal“ ist seit Montag in Betrieb. Er soll Wartezeiten verkürzen. Noch wenig Resonanz. Dafür staut es sich vor der Briefwahl

„Bitte geben Sie hier Ihr Geburtsdatum ein“: Der Monitor des „Self-Service-Terminals“ im Bezirksamt Duisburg-Süd fährt hoch, bis er auf Kopfhöhe mit seinem Kunden ist. Seit 8 Uhr morgens ist der elektronische Mitarbeiter im Büro des Bürgerservice am Montag nun im Betrieb – doch bislang mit eher mäßigem Andrang. Die langen Warteschlangen bilden sich an dem Vormittag aber dafür vor den Schaltern zur Briefwahl.

Bezirksmanager Friedhelm Klein bleibt optimistisch: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Automat in Zukunft angenommen wird. Den meisten ist das Angebot einfach noch nicht bekannt.“

4,50 Euro Bearbeitungsgebühr inklusive Passfoto

Wer zum Beispiel seinen Personalausweis beantragen möchte, kann das dort digital erledigen. Auch biometrische Daten wie die Unterschrift und den Fingerabdruck erfasst der Selbstbedienungs-Schalter. Für die Benutzung zahlt der Kunde dann 4,50 Euro Bearbeitungsgebühr – inbegriffen ist hier auch ein Passfoto.

Besuchern soll durch den zusätzlichen „Mitarbeiter“ vor allem die langen Warteschlangen im Bezirksamt Süd erspart bleiben. Dazu hatte es über Monate hinweg immer wieder zahlreiche Beschwerden gegeben.

Ihren neuen Perso hat sich gerade etwa Sandra Koppers abgeholt. Von dem Terminal hört die Buchholzerin das erste Mal: „Ich bin aber auch gefühlt nur alle Jubeljahre hier. An sich finde ich die Idee gut, weil einfach Zeit gespart wird.“

Das Prinzip soll selbsterklärend sein

Auch die Sachbearbeiter können sich freuen: Denn der Automat soll ihnen einen Großteil des Bearbeitungsvorgangs abnehmen – vom Antragsvordruck bis hin zur Kontrolle der Passbilder.

Von einer Verbesserung sieht die Auszubildende Laura Umek am Montagvormittag aber noch nicht so viel: „Die Leute brauchen Hilfe, weil sie nicht wissen, wie das Ganze funktioniert. In der Zeit hätte man auch scannen oder drucken können.“ Trotzdem glaubt sie daran, dass die Besucher in Zukunft auch den Terminal benutzen werden. Das Prinzip dahinter sei eigentlich selbsterklärend, findet Friedhelm Klein: Der Automat erkläre den Bürgern nämlich nochmal jeden einzelnen Schritt bis hin zum fertigen Ausweis.

„Vielleicht ist der Schlitz ja für die Payback-Karte.“

Was allen aber noch nicht so wirklich klar ist: Die Funktion des eckigen Geräts rechts neben dem Monitor. Das sieht aus wie ein normales Kartenlesegerät an der Supermarktkasse, doch ist an dem Schalter nicht zum Bezahlen gedacht: Die Bearbeitungsgebühr kassieren die Mitarbeiter danach beim Bürgerservice ein.

„Da müssen wir selbst noch einmal schauen, wofür das genau gebraucht wird“, stellt Bezirksmanager Friedhelm Klein fest. Erste Spekulationen lieferte ein Besucher dazu schon — „vielleicht ist der Schlitz ja für die Payback-Karte.“

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