Ausbildung

Berufsstart beim Diakoniewerk für 37 Auszubildende

Ein Teil der 37 neuen Auszubildenden und Umschüler, die nun ihre Ausbildung begonnen haben vor dem Start des Fußballturniers auf der Anlage des PSV Duisburg an der Futterstraße.

Ein Teil der 37 neuen Auszubildenden und Umschüler, die nun ihre Ausbildung begonnen haben vor dem Start des Fußballturniers auf der Anlage des PSV Duisburg an der Futterstraße.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Mit einen Fußballturnier starteten 37 Azubis zum Tischler, Bürokaufmann oder Gartenbauer. In diesem Jahr fanden alle Absolventen eine Anstellung.

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Für 37 junge Frauen und Männer, die nun ihre Ausbildung und Umschulung beim Diakoniewerk begonnen haben, ist es eine große Chance: Wer drei Jahren durchhält, der ist als Fachkraft als Tischler, Bürokaufmann, Maler und Lackierer oder Garten- und Landschaftsbauer bei Handwerksbetrieben gefragt.

Agentur für Arbeit berät Kandidaten

Sport stärkt das Teamgefühl, deshalb beginnt die Ausbildung traditionell mit einem Fußball-Turnier beim PSV Duisburg. Dort begrüßte Udo Horwat, der Geschäftsführer des Diakoniewerks, und Michael Richard-Sommer, Fachbereichsleiter Arbeit und Ausbildung, am Freitag die Neulinge.

Es sind oft Jugendliche, die auf dem Ausbildungsmarkt nicht zu den Top-Kandidaten zählen. Weil sie Förderbedarf haben, Lernschwächen oder weil Mitbewerber mit besseren Abschlüssen bevorzugt wurden. Andere, in diesem Jahr sind es acht Teilnehmer, haben bereits eine Ausbildung absolviert, können aber den erlernten Beruf nicht ausüben. „Da ist etwa der Bäcker mit einer Mehlstaub-Allergie. Er macht dann bei uns eine Umschulung“, erklärt Richard-Sommer.

Enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit

Das Diakoniewerk arbeitet bei der Vermittlung seit Jahren eng mit der Agentur für Arbeit zusammen. Ute Axmann aus dem Beraterteam sagte den Auszubildenden ihre weitere Unterstützung zu: „Die Ausbildung ist für sie ein ganz wichtiger Schritt. Reden sie mit uns und mit ihren Ausbildern, wenn es Schwierigkeiten gibt.“

Dass es zwischenzeitlich mal hakt, wissen jene, die es bereits geschafft haben. Wie Marcel, der Bürokaufmann, der am Freitag die Begrüßung moderierte. „Dass man Ansprechpartner hat, wenn es im Betrieb oder zu Hause Probleme gibt, ist wichtig“, betonen auch Marvin und Tim – beide sind im zweiten Lehrjahr und berichteten den Neulingen von ihren Erfahrungen: „Den Abschluss zu schaffen, das ist ganz wichtig. Der Teamgeist hilft, dieses Ziel zu erreichen.“

Unterstützung der Ausbilder wirkt

Die Ausbilder machen seit 25 Jahren die Erfahrung, dass ihre Unterstützung wirkt: Mit Förderunterricht und Intensivkursen vor den entscheidenden Prüfungen bereiten sie die Auszubildenden vor. „Normale Betriebe können das nicht leisten“, sagt Udo Horwat.

Die Absolventen empfehlen sich mit Praktika bei Handwerksfirmen für eine Stelle. Die Vermittlungsquote lag zuletzt bei 100 Prozent. „Alle, die im Juli verabschiedet wurden, haben nun eine Stelle“, sagt Michael Richard-Sommer.

>>> ENGAGEMENT FÜR LANGZEITARBEITSLOSE

Das Diakoniewerk plant, Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose im Garten- und Landschaftsbau anzubieten, wenn das geplante Bundesgesetz zur Förderung solcher Beschäftigung wie geplant im ersten Quartal 2019 in Kraft tritt.

Seit 1. August engagiert sich das Diakoniewerk bereits in der Vorbereitung von Personen, die dafür infrage kommen. Hinsichtlich der Ausgestaltung des Gesetzes seien aber „noch viele Fragen zu beantworten“, so Geschäftsführer Udo Horwat.

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