Nikolaus

Berufsschüler überraschen Reisende mit Flashmob am Bahnhof

Die Schülerinnen Yvonne Mostert (li.) und Simona Quest (re.) und der Tänzer Neso Salijevic hatten viel Spaß bei der Aktion. Vor den Weihnachtsferien ist aber noch einiges zu tun.

Die Schülerinnen Yvonne Mostert (li.) und Simona Quest (re.) und der Tänzer Neso Salijevic hatten viel Spaß bei der Aktion. Vor den Weihnachtsferien ist aber noch einiges zu tun.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   „Fröhliche Weihnacht“ als Rap: Mit Tanz und Gesang vertreiben die Duisburger Schüler und Tänzer Neso Salijevic den Reisenden die Wartezeit.

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Die Bahn nach Wesel hat mal wieder Verspätung, da kommt ein wenig Abwechslung gerade recht. Dutzende Schüler des Getrud-Bäumer-Berufskollegs, einige mit Rentier-Geweih oder Nikolausmütze haben sich unter die Wartenden in der Bahnhofsvorhalle gemischt – und überraschen sie mit einem Flashmob.

Seit den Sommerferien hat die Musiklehrerin Sabine Schlag mit den jungen Erwachsenen rhythmische Spiele einstudiert. „Danach war ziemlich schnell klar, dass wir daraus eine Aktion machen wollten. Mit dabei sind Yvonne Mostert (18) und Simona Quest, die ihr Abitur mit dem Schwerpunkt Erziehungswissenschaften machen. Unterstützt werden sie von dem Duisburger Profi-Tänzer Neso Salijevic. Seine Choreographie erinnert ein wenig an eine Aerobic-Performance – kein Wunder, der 22-Jährige gibt Tanz-Fitnesskurse und unterrichtet im Auftrag von Detlef D. Soost Kinder und Jugendliche. „Ich unterstütze oft Projekte in Duisburg, weil die Kinder es hier besonders brauchen. Ich bin in Belgrad geboren und in Hochfeld aufgewachsen“, erklärt Salijevic. Der Rap und die Musikeinlage wurden im Unterricht geprobt, der Tanz ist spontan entstanden. „Ich fordere ja immer Leute auf, mitzumachen.“ Zwar sehe seine Religion es nicht vor, Weihnachten zu feiern, „aber ich habe eine fünfjährige Tochter und die freut sich auch über Geschenke. Das ist doch eine schöne Zeit.“

Simona Quest trägt zur Feier des Tages einen Haarreifen samt Geweih. „Eigentlich bin ich schon in Weihnachtsstimmung, seitdem der Weihnachtsmarkt eröffnet hat“, erzählt die 22-Jährige. Sie freut sich über die etwas andere Unterrichtsstunde – vor allem darauf, dass später noch Nikoläuse an die Kinder und Passanten verteilt werden sollen. „Demnächst müssen wir noch ein paar Klausuren schreiben. Danach geht’s aber mit der Stufe nach Wien. Dort wollen wir in Museen und auf den Weihnachtsmarkt. Meist kaufe ich meine Geschenke dann auf den allerletzten Drücker“, erzählt Yvonne Mostert. „Wir sagen immer, dass wir uns nichts schenken, aber am Ende halten sich die meisten doch nicht dran. Deshalb werd ich zur Sicherheit eine Kleinigkeit besorgen“, beschreibt Simona Quest wie das Prozedere bei ihnen zu Weihnachten läuft.

Musiklehrerin Schlag ist zufrieden mit dem Auftritt ihrer Schüler. „Das war eine schöne Überraschung.“ Auch die Reisende freuen sich, dass sie sich die Wartezeit vertreiben konnten und sogar einen Nikolaus bekommen.

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