Bahnflächen Wedau

Berliner gewinnen Freiraum-Wettbewerb für „6-Seen-Wedau“

Vorstellung des Siegerbeitrags vom Wettbewerb zur Freiraumgestaltung auf den Wedauer Bahnflächen: v.l. Bernd Wortmeyer (Gebag), Ralf Krumpholz (Umweltdezernent), Carsten Tum, Leonard Grosch (Atelier Loidl), OB Sören Link, Thomas Lennartz (BEG) und Christan Jürgensmann (Landschaftsplaner)

Vorstellung des Siegerbeitrags vom Wettbewerb zur Freiraumgestaltung auf den Wedauer Bahnflächen: v.l. Bernd Wortmeyer (Gebag), Ralf Krumpholz (Umweltdezernent), Carsten Tum, Leonard Grosch (Atelier Loidl), OB Sören Link, Thomas Lennartz (BEG) und Christan Jürgensmann (Landschaftsplaner)

Foto: Kerstin Bögeholz

Duisburg.   Das Berliner Büro Loidl hat den Freiraum-Wettbewerb für die Gestaltung des neuen Stadtteils gewonnen, der auf den Wedauer Bahnflächen entsteht.

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Das Berliner „Atelier Loidl“ hat den Wettbewerb für die Freiraum-Gestaltung der rund 60 Hektar großen Bahnflächen südlich der Wedauer Brücke gewonnen. Das Planungsbüro aus der Hauptstadt hat bereits den Entwurf für den Rheinpark in Hochfeld in Duisburger realisiert.

Die einstimmige Entscheidung einer Fachjury, die über 13 Entwürfe beriet und am Ende einstimmig entschied, ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Schaffung von Baurecht auf dem insgesamt knapp 90 Hektar großen Areal. Dort soll bekanntlich ab 2019 südlich der Wedauer Brücke ein neuer Stadtteil mit rund 3000 Wohneinheiten für die geschätzt dreifache Zahl von Menschen entstehen. Der Bereich nördlich der Brücke soll für die Universität Duisburg-Essen (UDE) und Gewerbe entwickelt werden.

Konzept ohne überflüssige Aufgeregtheiten

„Ein Konzept ohne Aufgeregtheiten, die niemand braucht“, lautete die Beschreibung des Duisburger Landschaftsarchitekten Christian Jürgensmann für den Siegerentwurf, der mit 63 000 Eurp belohnt wird. Da „Atelier Loidl“ habe überzeugt „durch logische und einfache aber konsequente Mittel, um die Menschen ans Wasser zu führen“, lobte der Juryvorsitzende. Die Namen der Autoren der Wettbewerbsbeiträge erfuhr das Gremium er nach seiner Entscheidung.

An den Masurensee binden die Planer die Wohnbebauung an über ein barrierefreies Pier, das einer langgestreckten Bank gleicht. Vorgesehen ist eine „Seeterrasse“ mit Außengastronomie. „Es gibt viele Orte auf engem Raum“, so Leonard Grosch (Atelier Loidl) über das Konzept. Es wolle „räumliche Erlebnisse und ein ‘grünes“ Ensemble“ schaffen.

Universität soll für die Fläche gewonnen werden

Auch nördlich der Brücke soll es bald planerisch vorangehen. Trotz des allseitigen Bekenntnisses zum Engagement der UDE ist in den Verhandlungen kein Konsens über ein Konzept für die Erschließung der Flächen um das historische Werkstatt-Ensemble erzielt worden. Nun soll Bewegung in die Sache kommen. „Wir werden alles tun, damit die Uni sich für die Fläche entscheiden kann“, kündigte Gebag-Chef Bernd Wortmeyer binnen vier Wochen Neuigkeiten ein. Bis zur Entscheidung der Uni würden alle weiteren Anfragen zurückgestellt, so Thomas Lennartz (Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft).

>>>> Neue Internetseite dokumentiert Baufortschritt

Auf www.6-seen-wedau.de gibt es nun eine neue Internet-Seite, auf der die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft alle Projektfortschritte dokumentiert und die Gutachten einstellt. 6-Seen-Wedau ist auch der Titel, unter dem das Projekt künftig vermarktet wird.

Auf der Seite sind auch die drei besten Freiraum-Entwürfe zu sehen, eine öffentliche Ausstellung ist außerdem geplant.

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