Gericht

Bande mit Schwerpunkt Duisburg soll 100-fach betrogen haben

Der Haupteingang des Land- und Amtsgerichts Duisburg am König-Heinrich-Platz

Der Haupteingang des Land- und Amtsgerichts Duisburg am König-Heinrich-Platz

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg   Duisburg soll Hauptschauplatz des kriminellen Treibens einer Betrügerbande gewesen sein. Sechs Mitglieder stehen seit Freitag vor Gericht.

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Duisburg soll einer der Hauptschauplätze des kriminellen Treibens einer Bande gewesen sein, die zwischen Juni 2017 und Januar 2018 in großem Stil Betrügereien begangen haben soll. Zu den Geschädigten gehörten vor allem Banken. Die Täter sollen aber auch mit falschen Bezugsscheinen agiert haben, die angeblich von Jobcentern und Sozialämtern ausgestellt wurden. Sechs stehen seit Freitag vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz.

Die Angeklagten - zwei Männer und vier Frauen - kommen aus Oberhausen, Hamburg, Lübeck und Gelsenkirchen. Geboren wurden sie allerdings alle in der selben Region in Serbien. Die Staatsanwaltschaft wirft den 35 bis 44 Jahre alten Angeklagten Urkundenfälschung und Betrug in mehr als 100 Fällen vor.

Mit falschen Papieren Banken betrogen

Ein 39-jähriger Hamburger soll Initiator des kriminellen Unternehmen gewesen sein. Er soll falsche Personalpapiere und Meldebescheinigungen hergestellt haben. Später soll ihn ein Mittäter aus Lübeck - zufällig sein Bruder - bei dieser Tätigkeit unterstützt haben. Der 39-Jährige soll auch die Anweisungen an die weiblichen Mittäter gegeben und die Beute aufgeteilt haben.

Die vier Frauen - zwei davon sind Schwestern - sollen in wechselnder Täterschaft und in einigen Fällen von weiteren Mittätern begleitet, mit den falschen Papieren Konten bei diversen Geldinstituten und Banken eröffnet haben. Diese sollen dazu gedient haben, Kleinkredite zu erschwindeln. Zudem sollen die Dispo-Kredite der Konten jeweils bis auf den letzten Cent ausgeschöpft worden sein. Der Schaden für die Banken soll knapp 30.000 Euro betragen. Weitere 6000 Euro sollen die Angeklagten durch gefälschte Sach- und Lebensmittelgutscheine erschwindelt haben, die auf Jobcenter und Sozialämter in der Region ausgestellt waren.

Nach der Anklageverlesung zogen sich die beteiligten Juristen zu einem ausführlichen Rechtsgespräch zurück. Für das Verfahren sind bis April zahlreiche Fortsetzungstermine vorgesehen.

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