Finderlohn

Aufgeregt und aufrichtig: Polizei ehrt „ehrliche Finder“

Wenn doch nur jeder so aufrichtig wäre, wie diese „ehrlichen Finder“. Zur Belohnung gab’s eine Einladung von der Duisburger Polizei.

Wenn doch nur jeder so aufrichtig wäre, wie diese „ehrlichen Finder“. Zur Belohnung gab’s eine Einladung von der Duisburger Polizei.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  23 Kinder wurden in der Neudorfer Polizeistation als „ehrliche Finder“ geehrt. Neben einer Urkunde gehörte auch ein Programm zur Belohnung.

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„Gibt es Polizei-Pferde?“, fragt Leonie (10) neugierig Rainer Schwartz, der in voller Polizistenmontur 23 Kinder am Eingang der Polizeistation an der Fraunhofer­straße 2 in Neudorf in Empfang nimmt. „Ja, die gibt es, aber die haben wir heute leider nicht da“, antwortet Schwartz. „Zum MSV geht ihr noch nicht, oder? Falls ihr das mal macht, dort sind oft Polizei-Pferde im Einsatz.“ Die Kinder sind heute im Präsidium, um eine Auszeichnung zu bekommen, denn sie sind im Jahr 2018 alle zu „ehrlichen Findern“ geworden.

Kuriose Funde, stolze Eltern

Leonie und Merle (10) etwa haben bei einem Radrennen einen Beutel mit einem Osterhasen und zwanzig Euro daran gefunden und es direkt an den Polizeibeamten abgegeben, der in der Nähe stand. Leonies Mutter hatte davon gar nichts mitbekommen: „Das haben die beiden ganz allein entschieden. Ich bin da mächtig stolz drauf und finde es toll, dass die Polizei die Kinder darin bestärkt.“

Große Augen, aufgeregtes Kaugummikauen, neugieriges Begutachten von Vertretern der Hundertschaft. Die stolzen Eltern nehmen in den hinteren Reihen Platz, Polizeipräsidentin Elke Bartels beginnt mit der Begrüßung. „Ich freue mich, dass ihr heute zu uns gekommen seid“, sagt sie. „Ihr habt alle etwas gefunden und abgegeben, das wollen wir belohnen.“

Der kurioseste Fund war wohl ein Beutel mit vielen Ausweisen darin. „Da haben die Kollegen sicherlich noch einiges zu tun gehabt“, scherzt Bartels. Fünf Jungen waren gemeinsam da, sie haben ein Portemonnaie gefunden, ein weiterer einen Autoschlüssel. Leif (10) und Franziska (12) haben zwischen Königsgalerie und der Stadtbibliothek in der City ein Smartphone auf der Straße gefunden. „Wir haben es dann bei der City-Wache abgegeben. Die haben unsere Namen aufgenommen und gesagt, dass wir einen ehrlichen Finderlohn bekommen“, erzählt Leif.

„Die geben sich ganz schön Mühe“

Dieser besteht heute auch aus einem kleinen Programm: Als Erstes lernen die Kids die Hundestaffel kennen. Gleichsam neugierig und respektvoll stehen sie am Zaun und sehen zu, wie der Polizist Sascha Mill mit dem Schutz- und Personenspürhund Flynn unter Beweis stellt, wie gut der Schäferhund gehorcht. „Die geben sich aber ganz schön Mühe“, hört man die Eltern untereinander flüstern. Und das sicherlich auch, um das positive Bild, das die jungen Menschen noch von der Polizei haben, zu festigen.

Neben der Hundestaffel gehört auch noch zum Programm, in der Polizei-Turnhalle einmal einen Einsatzhelm aufzusetzen, in einen Streifenwagen oder auf ein Motorrad zu klettern und schließlich einen waschechten Fingerabdruck abzugeben. Schließlich gibt es für die Kleinen noch Tüten mit Weihnachtsleckereien und eine Urkunde. „Diese Veranstaltung ist immer eine der schöneren“, sagt Präsidentin Elke Bartels lachend.

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