Fußball

Auf Barcelona und Borussia Dortmund folgt Bissingheim

Fußballreporter Burkhard Hupe (hier ein Archivbild) brachte Stimmung in die Eventkneipe Anne Tränke in Duisburg-Bissingheim.

Fußballreporter Burkhard Hupe (hier ein Archivbild) brachte Stimmung in die Eventkneipe Anne Tränke in Duisburg-Bissingheim.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Bissingheim.  Statt Champions League stand für Fußballreporter Burkhard Hupe ein Besuch in Duisburg-Bissingheim an. Sich selber outet er als völlig talentfrei.

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Oma Annes Wohnzimmer war pickepackevoll. Dafür hatte Sportreporter Burkhard Hupe gesorgt, der am Donnerstagabend in der Bissingheimer Event-Kneipe „Anne Tränke“ mit seinen Geschichten aus der Welt des Fußballs für einen höchst unterhaltsamen Abend sorgte und den Bissingheimern ein ganz besonderes Lob aussprach.

Hupe ist eigentlich jedem Fußballfan bekannt, jedenfalls seine Stimme. Jeden Samstagnachmittag ist der gebürtige Niedersachse als Reporter in der Sendung „Liga Live“ auf WDR 2 und in den Bundesliga-Sendungen der anderen Rundfunkhäuser zu hören. In der Tränke konnten die Besucher nun das Gesicht zur Stimme kennenlernen.

Fußball-Reporter hatte am Abend zuvor noch Champions League übertragen

Der Fan von Borussia Mönchengladbach geht mit seinem nostalgischen Fußball-Rückblick ganz bewusst dorthin, wo Fußball gelebt wird. Das können Vereinsheime, Club-Gaststätten oder auch schon mal Umkleidekabinen sein. Nach ursprünglichem Fußball roch es auch in Bissingheim, denn die von Michael Krebs betriebene Gaststätte Anne Tränke ist gleichzeitig die Vereinskneipe des ETuS Bissingheim. Größer konnte der empfundene Unterschied für den WDR-Mann eigentlich nicht sein, denn am Abend zuvor hatte er aus dem legendären Stadion Camp Nou das Champions-League-Spiel FC Barcelona gegen Borussia Dortmund übertragen.

„Pommes, Pils und Prosa“ nennt Hupe seine gelungene Mischung von Kuriositäten aus der Fußball-Nostalgiekiste und eigenen Kindheitserinnerungen, die er in Form von eingestreuten kleinen Lesungen den Besuchern nahebrachte. „Hupes Fußball-Imbiss“ schmeckte dem Kneipen-Publikum offensichtlich prima, schon der starke Begrüßungsbeifall entlockte dem 52-Jährigen die spontane Bemerkung: „Hier ist ja mehr los als bei einem Champion-League-Spiel von Bayer Leverkusen.“

Fußballreporter Burkhard Hupe outet sich in Duisburg als völlig talentfrei

Seine Schilderung der Begleitumstände der ersten Fußball-Weltmeisterschaft, die 1930 in Uruguay stattfand, sorgte für Erstaunen. Er berichtete, dass der belgische Schiri vor dem Finale von den heißblütigen Zuschauern 1600 Revolver einsammeln ließ und für den Notfall einen Fluchtweg direkt zum Hafen gefordert hatte.

Der Top-Reporter bezeichnete sich selbst als völlig talentfreien Jugendfußballer, erzählte vom ersten Stadionbesuch mit seinem Vater in Hannover und von seinen ersten Versuchen, mit Hilfe eines Kassettenrekorders das Europapokalspiel FC Liverpool gegen Borussia Mönchengladbach (1978) vor dem alten Fernseher zu kommentieren. Auch wenn der damals 11-Jährige enttäuscht vom Spielverlauf (Gladbach verlor 0:3) die Übertragung abbrach, seiner Karriere hat das offensichtlich nicht geschadet. Dass man spannend, aber dennoch unaufgeregt Spielszenen schildern kann, wird am Samstag wieder zu hören sein.

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