Duisburg. Am Rhein wurden zwei tote Katzen in einer Box gefunden. Das Tierheim Duisburg erhebt schwere Vorwürfe. Für Hinweise gibt es 1000 Euro Belohnung.

Dieser Fall aus dem Tierheim in Duisburg geht ans Herz und macht fassungslos: Die Polizei hat am 2. Januar den Mitarbeitern der Einrichtung eine Transportbox mit zwei toten Katzen übergeben. Die Beamten sollen die Tiere zuvor nach einem Zeugenhinweis aus dem Rhein geborgen haben.

„In der Box waren zwei Katzen eingesperrt, die qualvoll ertrunken sind“, berichtet das Tierheim in sozialen Netzwerken. Ein Zeuge habe die Tiere unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke und in der Nähe der Bunkerstation gefunden, teilt die Polizei auf Nachfrage am Mittwoch mit. Die Katzen befanden sich in einer grau-weißen Transportbox und waren zudem in einem auffälligen Laken mit Leoparden-Muster eingewickelt.

Laut den Beamten ist unklar, ob die Tiere am Ufer und in Wassernähe ausgesetzt oder über den Rhein in Duisburg angespült worden sind. Die Mitarbeiter des Tierheims finden keine Worte für diese Tat, erklären die Verantwortlichen weiter. Man habe versucht, einen möglichen Chip auszulesen, doch die Tiere waren nicht registriert.

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Katzen in Transportbox im Rhein – Tierheim bittet um Hinweise

Mit dem Fall wendet sich das Tierheim an die Öffentlichkeit und bittet um Hinweise. „Wir können einfach nicht hinnehmen, dass jemand, der eine so grausame und schreckliche Tat verübt, ohne jede rechtliche Konsequenz davonkommt“, schreiben die Verantwortlichen verärgert.

Die beiden Katzen seien noch relativ jung, werden auf zwei Jahre geschätzt. Das Fell ist weiß, mit schwarzen Flecken am Rücken und am Kopf. Eine der beiden Katzen hat einen dunklen Schwanz. „Wahrscheinlich handelt es sich um Geschwistertiere“, so das Tierheim weiter.

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Die Polizei bittet ebenfalls um Hinweise: Zeugen, die Hinweise zur Herkunft der Tiere geben können, oder etwa am Rheinufer eine Person mit einer Transportbox beobachtet haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0203 2800 an die Polizei wenden. Das Zentrale Kriminalkommissariat (ZKK) der Wasserschutzpolizei hat nun Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.

Tierrechtsorganisation Peta lobt 1000 Euro Belohnung aus

Auch die Tierrechtsorganisation Peta hat den Fall aufgegriffen: So setzen die Aktivisten eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Neben dem Tierheim und der Polizei können sich Hinweisgeber auch anonym unter 0711/8605910 an die Tierrechtler wenden.

„Wir möchten helfen aufzuklären, unter welchen Umständen die beiden Katzen gestorben sind“, erklärt die Organisation. Wer fühlende Individuen in eine Box sperre und ertränke, müsse schnellstmöglich gestellt werden, heißt es weiter.

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden, heißt es in einer Mitteilung der Aktivisten. Peta setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.