Duisburg. Mehrere Gewerkschaften rufen für Dienstag zum Warnstreik vor dem Landtag auf. Warum Duisburg von dem Ausstand besonders betroffen ist.

Die Gewerkschaften Verdi, DBB, GEW und GdP rufen für Dienstag zu einem landesweiten Warnstreik auf. An Duisburger Schulen wird die Großkundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf spürbare Effekte haben, prognostiziert Rüdiger Wüllner von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Schon beim Warnstreik in der Vorwoche seien 400 Kolleginnen und Kollegen in den Ausstand gegangen, rund 1500 Unterrichtsstunden fielen aus. Wüllner hofft, dass am Dienstag noch mehr angestellte Kräfte aktiv werden, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.

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Lehrermangel: Viel mehr Tarifbeschäftigte an Duisburger Schulen

In Duisburg, wo wegen des großen Lehrermangels vergleichsweise mehr pädagogische Fachkräfte in multiprofessionellen Teams an Schulen beschäftigt sind, seien anteilig noch mehr Stellen tarifgebunden. Kontinuierlich steige die Zahl der so Beschäftigten durch Seiteneinsteiger. Hinzu kommt: Der seit Jahren kritisierte Gehaltsunterschied zwischen den verbeamteten und angestellten Lehrern ist massiv.

Am 7. Dezember steht die finale Runde für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst an, die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Entgelte um 10,5 Prozent beziehungsweise mindestens 500 Euro. Azubis sollen besser entlohnt und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden.

„Auch Beamte, die unterrichtsfrei haben, können den Warnstreik unterstützen“, betont Wüllner. Ab 9 Uhr will die Gewerkschaft am Hauptbahnhof Tagestickets ausgeben für die gemeinsame Anreise nach Düsseldorf.