Duisburg. Die DVG hat einen neuen Schienenschleifwagen – mit einer Besonderheit auf dem Dach. Wann das Gefährt in Duisburg zum Einsatz kommt.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) hat einen neuen Schienenschleifwagen im Einsatz. Das moderne Fahrzeug reinigt und schleift die Schienen und kann im Winter die Oberleitungen von Eis befreien. Es sorge somit für eine ruhige, leise sowie sichere Fahrt, berichtet die DVG.

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„Vor allem im Herbst beanspruchen Laub und Regen, im Winter Streusalz und im Frühjahr Blüten und Feuchtigkeit die Schienen“, sagt Projektleiter Andreas Krupa. „Das neue Fahrzeug verfügt über eine Hochdruckreinigungsfunktion, mit der Dreck und Staub aus den Schienen gepustet werden.“

DVG: Neuer Schienenschleifwagen für Duisburg

Das orangefarbene Gefährt löst den alten Wagen ab, der fast 30 Jahre im Einsatz war. Das neue Fahrzeug ist 36 Tonnen schwer, etwa 13 Meter lang und 2,20 Meter breit.

In der Mitte sitzt das Schleifgestell: Sechs Schleifsteine pro Seite werden über Hydraulikzylinder auf die Schienen gedrückt und mit Wasser gekühlt. Es gibt zwei Fahrpersonalstände. Das Fahrpersonal kann also in beide Richtungen fahren. Das ist vor allem bei Baustellen ein Vorteil, wenn die Schienen dort mehrfach geschliffen werden müssen.

Die Schienen werden laut DVG in feinen Schritten abgeschliffen und je nach Zustand werden durchschnittlich rund 0,5 Millimeter Stahl von den Schienen abgenommen. Was wenig klingt, hat große Wirkung: Diese Instandhaltungsmaßnahmen verlangsamen den Verschleiß und erhöhen so die Lebensdauer von Bahnrädern und Schienen. Außerdem werden Fahrgeräusche und Vibrationen während der Fahrt minimiert.

Eine Besonderheit auf dem Dach

Eine Besonderheit: Auf dem Dach verfügt das Fahrzeug über eine Vorrichtung zum Enteisen von Fahrleitungen. Wenn der Winter richtig Einzug hält, kann der Schienenschleifwagen so verhindern, dass die Fahrleitungen einfrieren.

Die DVG investiert rund drei Millionen Euro in das neue Fahrzeug, das zunächst am Betriebshof Grunewald und dann im DVG-Streckennetz getestet wird. Erst wenn alle Tests abgeschlossen sind und das Fahrzeug die Zulassung erhalten hat, werde es im täglichen Betrieb eingesetzt, erläutert das Verkehrsunternehmen.