Duisburg/Köln. Er gehört zu den Klimaschutz-Aktivisten der Letzten Generation: Ein Duisburger stand jetzt wegen einer Sitzblockade in Köln vor Gericht.

Ein Duisburger, der zu den Klima-Aktivisten der Letzten Generation gehört, stand jetzt in Köln vor Gericht. Gemeinsam mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten hatte er im Mai 2022 die Innere Kalanstraße blockiert. Das ist laut Strafgesetzbuch Nötigung nach Paragraf 240.

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Da die Protestierenden immer wieder von Autofahrern von der Straße gezogen worden waren, hatten sie sich nicht ankleben können. Die ganze Aktion hatte nur wenige Minuten gedauert. Der Duisburger und zwei Mitangeklagte wurden nun zu 20 Tagessätzen a 10 Euro verurteilt. Für zwei weitere Aktivisten wird es einen separaten Prozesstermin geben.

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Richterin zeigt Sympathien für Klimaaktivisten aus Duisburg

Das Urteil ist vergleichsweise milde, weil keiner vorbestraft war und die Richterin „durchaus Sympathien“ für die Ziele der Klimaaktivisten zeigte, wie es in einem Prozessbericht des Internetportals 24Rhein heißt. Für einen Freispruch reichte das jedoch nicht, da es sich bei den Sitzblockaden um eine Nötigung und um eine Straftat handele.

Der Duisburger hatte in der Verhandlung betont, dass er „nicht leichtfertig“ handele, es aber notwendig sei, weil das Klima keine parlamentarische Vertretung habe: „Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder“.