Kommentar

Anträge aufgelaufen: Hausgemachtes Problem im Verkehrsamt

Redakteur Daniel Wiberny kommentiert die Situation im Duisburger Straßenverkehrsamt.

Redakteur Daniel Wiberny kommentiert die Situation im Duisburger Straßenverkehrsamt.

Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.  6000 Zulassungsanträge sind während der coronabedingten Schließung des Duisburger Straßenverkehrsamts aufgelaufen. Ein hausgemachtes Problem.

Die Führerscheinstelle hat die zwischenzeitliche, coronabedingte Schließung des Straßenverkehrsamts in Duisburg dazu genutzt, Rückstände abzubauen. Bei der Zulassungsstelle sind dagegen in der Zeit 6000 Anträge aufgelaufen. Das hat Folgen: Wer jetzt sein Auto zulassen will, bekommt dafür einen Termin erst in drei bis vier Wochen. Ein nicht nachvollziehbares, unnötiges und hausgemachtes Problem.

Die Stadt verweist auf die unterschiedliche Situation beider Behörden. Sie betont, dass Anträge in der Zulassungsstelle üblicherweise nicht liegen bleiben, sondern Kfz-Anmeldungen von Privatkunden sofort erledigt werden. Dies ist aber keine Erklärung dafür, warum es das Verkehrsamt trotz der Schließung am 18. März nicht geschafft hat, etwa Anträge von Händlern und Autohäusern zu bearbeiten, die Fahrzeuge für ihre Kunden zulassen. Dies ist erst wieder ab dem 6. April mit Erweiterung der Notfalltermine möglich gewesen.

Straßenverkehrsamt: Krefeld hat es in der Corona-Krise besser gemacht als Duisburg

In Krefeld zum Beispiel hat es viel früher ein Konzept gegeben, um nicht nur Zulassungen, sondern auch alle andere Dienstleistungen unter gewissen Umständen und Voraussetzungen in der Corona-Krise zu ermöglichen – mit Terminvereinbarung und ohne direkten Kontakt zum jeweiligen Sachbearbeiter. Die kleinere Nachbarstadt hat ihr Straßenverkehrsamt nie geschlossen und profitiert nun davon. Wie ein dortiger Stadtsprecher auf Nachfrage mitteilt, sind so keine Anträge aufgelaufen.

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