Gericht

Angeklagter (27) soll eigene Schwester beraubt haben

Vor dem Landgericht Duisburg muss sich ein 27-Jähriger verantworten.

Foto: Stephan Eickershoff

Vor dem Landgericht Duisburg muss sich ein 27-Jähriger verantworten.

Duisburg   27-Jähriger steht vor dem Landgericht Duisburg. Seinen Bruder soll er am selben Tag in Hochheide mit Pfefferspray verletzt haben.

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Psychische Probleme, Gewalt, Drogen und Alkohol kennzeichneten offenbar weite Teile des Lebensweges eines 27-Jährigen, der zuletzt ohne festen Wohnsitz war. Dass ihn seine Schwester für knapp zwei Monate in ihrer Wohnung in Homberg-Hochheide beherbergte, soll er ihr schlecht gedankt haben. Wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung steht der 27-Jährige nun vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz.

Am 4. Januar 2018 soll er aus der Wohnung seiner Schwester einen kabellosen Lautsprecher und Spiele für eine elektronische Spielekonsole gestohlen haben. Als die Verwandte und deren Lebensgefährte ihn daran hindern wollten, soll er sie mit Pfefferspray bedroht haben. Wenige Stunden später soll der Angeklagte erneut vor der Wohnung der Schwester aufgetaucht sein. Dort traf er auf seinen Bruder. Als der ihn auf den Diebstahl ansprach, soll er ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben.

Angeklagter bestritt große Teile der Vorwürfe

Der Angeklagte bestritt zu Prozessbeginn den größten Teil der Vorwürfe. „Die Box gehörte mir“, behauptete er. Die habe er in einem Supermarkt gekauft. Lediglich den Diebstahl der Spiele gab er zu. „Ich habe die für sieben Euro in einem An- und Verkaufsgeschäft verkauft, weil der Freund meiner Schwester noch Schulden bei mir hatte.“ Er habe dem Mann 20 Euro für Drogen geliehen.

Glaubt man dem Angeklagten, so konsumieren nicht alle seine Verwandten nicht nur Drogen, sondern rennen obendrein ständig mit Pfefferspray herum. Nicht er, sondern der Zeuge habe nach dem Diebstahl damit gesprüht, behauptet der 27-Jährige. 2014 wurde er bereits wegen gefährlicher Körperverletzung mittels Pfefferspray verurteilt.

Bei dem Zusammentreffen mit seinem Bruder am späteren Abend des Tattages will er den Pfefferspray aber nur aus Notwehr eingesetzt haben. „Mein Bruder hat mich mit einem Messer bedroht. Ich sollte eine Morddrohung löschen.“ Als der Verwandte mit der Waffe auf ihn zukam, habe er ihn mit dem Spray auf Abstand halten wollen.

Für das Verfahren ist zunächst nur ein weiterer Verhandlungstermin am 28. September geplant.

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