Wuffi-Bag

Am Duisburger Ludgeriplatz gibt’s Geschäfte zum Eintüten

Sarah Philipp spendete einen Wuffi-Bag am Ludgeriplatz. Mit dabei: Die beiden SPD-Ratsfrauen Susanne Zander und Martina Stecker (v.l.n.r.).

Foto: Stephan Eickershoff

Sarah Philipp spendete einen Wuffi-Bag am Ludgeriplatz. Mit dabei: Die beiden SPD-Ratsfrauen Susanne Zander und Martina Stecker (v.l.n.r.). Foto: Stephan Eickershoff

Neudorf.   Am Ludgeriplatz in Neudorf gibt’s auf Wunsch der Anwohner einen Wuffi-Bag. SPD-Landtagsabgeordnete Sarah Philipp sponsert den Beutelspender.

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Im obersten Regal des öffentlichen Bücherschranks am Ludgeriplatz stehen die Schriftstücke „Kleine Schritte“ und „Der Duft der Kaffeeblüte“: Nach kolumbianischen Arabica-Bohnen riecht es rund um die St.-Ludger-Kirche zwar nicht, aber zumindest weniger nach Hundegeschäften -- und das liegt an den kleinen Schritten bis zum Wuffi-Bag. So nennen sich die Beutelspender für Hundekot, aus denen sich Herrchen und Frauchen eine Tüte ziehen können, um den Unrat ihres Vierbeiners ordnungsgemäß zu entsorgen.

Plan schnell umgesetzt

Den Beutelspender am Ludgeriplatz sponserte SPD-Landtagsabgeordnete Sarah Philipp nachdem sie Ende August mit OB Sören Link den Platz besuchte. „Wir haben mit den Leuten vor Ort gesprochen, um herauszufinden, was sie sich für den Ludgeriplatz wünschen“, erklärt Philipp.

Den Verkehr durch eine Spielstraße beruhigen oder den Wochenmarkt bis in den Nachmittag/frühen Abend zu verschieben seien Wünsche der Nachbarn, „die allerdings ein wenig länger zur Umsetzung brauchen“, sagt Phillip. Deshalb hätten sie und die beiden SPD-Ratsfrauen Susanne Zander und Martina Stecker kurzfristig einen weiteren Wunsch so schnell wie möglich erfüllen wollen – den Wuffi-Bag. Dieser steht seit dem 4. Oktober eine Schäferhundlänge vom öffentlichen Bücherschrank entfernt.

Hemmschwelle wird größer

„Als ich auf den Platz getreten bin, um den Dreck von meinem Münsterländer wegzumachen, bin ich selbst in andere Haufen getreten“, erzählt Angelika de Kruijff, die einen Laden neben dem Ludgeriplatz betreibt. Durch die Tütenspender sei es schon besser geworden, „aber die Leute direkt darum zu bitten, das Geschäft zu entsorgen, macht immer noch am meisten Sinn“, ist sie sich sicher.

Das sieht auch Pastor Christian Schulte so: „Erst hat die Bürgerinitiative selbst Strickbeutel mit Tüten aufgehangen, dann haben wir sämtliche Sträucher und Büsche rund um die Kirche durch Rasen ersetzt“, schildert der Pastor die bisherigen Aktionen, um das Grün grün zu halten. „Dadurch, dass sich keiner mehr zwischen den Sträuchern verstecken kann, ist die Hemmschwelle für die Hundebesitzer größer geworden, den Unrat liegen zu lassen.“ Vom Wuffi-Bag verspricht er sich, dass der Ludgeriplatz weiterhin so sauber bleibt. Immerhin ist der Platz mit den bunten Pöllern, Blumenkisten, dem gepflegten Rasen und dem Kräutergarten „ungemein verschönert worden“, findet Martina Stecker, SPD-Ratsfrau. „Als nächstes ist dann der Stromkasten dran“, sagt Sarah Phillip. Man sei schon mit Künstlern im Gespräch, um auch diesen Platz nach den Wünschen der Anwohner zu gestalten.

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