Tourvorschlag

Alternative Stadtrundfahrt zeigt das andere Duisburg

Durch die Stadtteile und Vororte führt die alternative Stadtrundfahrt, die am kommenden Sonntag stattfindet.

Durch die Stadtteile und Vororte führt die alternative Stadtrundfahrt, die am kommenden Sonntag stattfindet.

Foto: Sabrina Neef

Duisburg.   Am Sonntag startet eine Stadtrundfahrt, die bei ihrer Tour durch Duisburg auch Sehenwürdigkeiten zeigt, aber mehr hinter die Kulissen blickt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bei Einheimischen sorgen „Hop-on-hop-off“-Busse oft für belustigte Blicke. Schließlich kennen sie mehr Ecken und Kanten in ihrer Stadt, als Touristen bei einer Stadtrundfahrt zu sehen bekommen. Das weiß auch Reiner Leuchter, er muss es sogar wissen, denn er ist selbst von Geburt an Duisburger. Und Ecken und Kanten, die sich unkundigen Blicken zu entziehen wissen, hat die Stadt genug.

An zwei Sonntagen im Herbst veranstaltet die Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales daher eine alternative Stadtrundfahrt durch Duisburg. Leuchter, „Dagebliebener“, wie er sich nennt, wird der Reiseleiter sein. Er verteidigt seine Stadt gegen Klischees und Vorurteile, hat aber genauso oft Zweifel: Vielleicht ist es keine Liebe, sondern einfach nur Gewöhnung? Oder ein „Zweckverbund mit Lusteffekt“?

Mischung aus politischer Perspektive und Städteplanung

Vorbild der Idee sind die alternativen Hafenrundfahrten, die bereits seit Jahren stattfinden. „Da wird nicht nur gejubelt, es fallen auch ein paar kritische Bemerkungen, die zum Nachdenken anregen“, sagt Jürgen Mickley von der Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales. Reiner Leuchter habe einmal für Geburtstagsgäste, die nicht aus Duisburg stammten, eine Stadtrundfahrt organisiert. „Die kam sehr gut an, deswegen haben wir ihn gefragt“, berichtet Mickley.

„Die Tour wird eine bunte Mischung aus politischer Perspektive und Städteplanung“, kündigt Mickley an. Die Tickets kosten 15 Euro pro Person. „Das ist alles ehrenamtlich, die Preise sollen nur die Kosten decken“, sagt er.

Termine im September und Oktober

Die beiden Fahrten finden am Sonntag, 23. September, sowie am 21. Oktober statt, ebenfalls ein Sonntag. Die Tour beginnt um 10 Uhr am Hauptbahnhof und führt durch verschiedene Stadtteile. Zunächst geht es Richtung Westen, durch Wanheimerort und Hochfeld nach Rheinhausen und von dort über Homberg nach Ruhrort.

Danach fährt der eigens gemietete Bus weiter nach Meiderich, Hamborn und Marxloh, bevor er über Meiderich und Duissern zum Hauptbahnhof zurückkehrt. Wohin es genau geht, ist noch nicht sicher, sagt ­Reiner Leuchter. „Ich will vordergründig natürlich nicht das zeigen, was in Duisburg bekannt ist, das ­Rathaus etwa. Eher die Vororte, weil die Lebensqualität da sehr hoch ist und sich die meisten Duisburger dort niedergelassen haben“, sagt er und ergänzt: „Ich berichte über die Zeit, die ich hier war und wie ich den Wandel der Stadt miterlebt ­habe. Da gibt es viele Orte, die eine ­Geschichte erzählen können.“ Ein Beispiel sei der botanische Garten.

Leuchter erwartet neue Erkenntnisse durch die Reise ins Innere und die Peripherie der Stadt Montan, wie Duisburg in seiner schwerindustriellen Vergangenheit genannt wird. „Heute will davon keiner mehr was wissen. Aber wir wollen uns hineindenken in die künftige Entwicklung unserer Stadt, deren Identität wir alle mitgestalten.“

STADTRUNDFAHRT KOSTET 15 EURO

Die Tour findet statt am 23. September und 21. Oktober, jeweils um 10 Uhr. Sie beginnt am großen Busbahnhof hinter dem Portsmouthplatz. Die Tickets kosten 15 Euro und können bestellt werden unter 01762195242 oder via E-Mail unter jumickley@gmx.de.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik