Jubiläum

100 Jahre Commerzbank im Ruhrgebiet

Ein Bild aus den 60er Jahren auf Duisburgs Bankenmeile: links das alte Dresdner Bank-Gebäude vor dem Neubau an selber Stelle, daneben die Commerzbank und ganz rechts der Neubau der Sparkassen-Zentrale.

Foto: Werner Ellerbrock

Ein Bild aus den 60er Jahren auf Duisburgs Bankenmeile: links das alte Dresdner Bank-Gebäude vor dem Neubau an selber Stelle, daneben die Commerzbank und ganz rechts der Neubau der Sparkassen-Zentrale. Foto: Werner Ellerbrock

Duisburg.  Die Commerzbank blickt mit einem Buch auf 100 Jahre im Ruhrgebiet zurück. Im Ersten Weltkrieg fassten die Banken auch in Duisburg Fuß.

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Die Königstraße war und ist Duisburgs „Bankenmeile“. Daran erinnert auch eine Festschrift, die auf 100 Jahre Commerzbank im Ruhrgebiet zurückblickt und die auch die Anfänge beider Bankhäuser – 2008 übernahm die Commerzbank die Dresdner Bank – in Duisburg beleuchtet.

Gelbe Lettern im Dellviertel

Detlev Krause, Leiter des historischen Archivs der Commerzbank, würdigt zum 100-jährigen Jubiläum den Standort Duisburg mit den aktuell rund 900 Mitarbeitern und erklärt, warum die beiden Banken gerade zu Zeiten des Ersten Weltkrieges lokale Bankhäuser übernahmen oder neu eröffneten: „Durch den Krieg waren die Auslandsmärkte weggebrochen. Vor allem die Großbanken mussten sich neu orientieren und haben so den Binnenmarkt für sich entdeckt“, erklärt Krause. Außerdem sei der industrielle und dicht besiedelte Ballungsraum eine geschäftlich interessante Region gewesen.

Das Frankfurter Kreditinstitut übernahm 1919 die erste Filiale in Duisburg: Auf der Friedrich-Wilhelm-Straße 27 im Dellviertel prangten die gelben Lettern der Commerzbank, nachdem die Frankfurter die 1883 gegründete Actiengesellschaft Creditbank Duisburg übernommen hatte. 1931 zog die Commerzbank mit Übernahme des Barmer Bank-Vereins in dessen Haus an der Düsseldorfer Straße 18.

Mit der Übernahme der 24 Niederlassungen der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft aus Aachen rückte die Dresdner Bank 1917 ins Ruhrgebiet und hatte über die Beteiligung an dem 1896 gegründeten Duisburger Bankhaus Alwin Hilger GmbH ein Standbein in Duisburg. Aber erst 1921 öffnete die Dresdner Bank auf der Königstraße/Ecke Landgerichtstraße ihre erste Filiale. Zwölf Monate später erwarb sie das Gebäude des Rath’schen Patrizierhaus auf der Königstraße 13 – dort blieb die Dresdner Bank für genau 90 Jahre.

1951 zog die Commerzbank an den heutigen Standort Königstraße 15-19. Beide Banken waren damit 66 Jahre lang direkte Nachbarn. 1974 errichtete die Dresdner Bank ihren markanten Neubau auf der Königstraße, 1965 übernahm die Commerzbank die Niederrheinische Bank in Wesel komplett und begründete somit ihre Filiale Walsum.

Laut Ralf Ahrens, Autor des Buches „Hundert Jahre im Westen. Commerzbank und Dresdner Bank im Ruhrgebiet und in Düsseldorf“, begleiteten die beiden Häuser das Ruhrgebiet durch alle ­wirtschaftlichen Höhen und Tiefen: „Die Dresdner Bank hatte eine starke Stellung bei Krupp und RWE, die Commerzbank bei Hochtief, Karstadt, Thyssen und Klöckner“, heißt es in dem Werk.

Zurzeit gibt es neben der Hauptniederlassung an der Königstraße weitere elf Filialen in der Stadt sowie den Commerzbank-Direct-Service mit Sitz im Silberpalais.

>>>> DAS BUCH ZUJM JUBILÄUM

Zum 100-jährigen Jubiläum hat die historische Gesellschaft der Commerzbank ein Buch herausgegeben. Bei einer Feierstunde im Rathaus übergaben Verena Severin und Klaus Kelke, Geschäftsleitung Commerzbank Duisburg, das Buch OB Sören Link für das historische Stadtarchiv.

Der Titel des Werkes lautet „Hundert Jahre im Westen. Commerzbank und Dresdner Bank im Ruhrgebiet und in Düsseldorf 1917-2017“, geschrieben von Ralf Ahrens.

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