Bildung

Aletta-Haniel-Programm in Duisburg verabschiedet Absolventen

An der Ruhrorter Gesamtschule sind 30 Schüler aus Duisburg in der 9. Generation des Aletta-Haniel-Programms gezielt unterstützt worden.

An der Ruhrorter Gesamtschule sind 30 Schüler aus Duisburg in der 9. Generation des Aletta-Haniel-Programms gezielt unterstützt worden.

Foto: Foto: AHP

Duisburg.  Individuelle Förderung wirkt: Das Duisburger Aletta-Haniel-Programm hat 30 Absolventen an der Gesamtschule in Ruhrort verabschiedet.

Bei einer internen Feier hat das Aletta-Haniel-Programm (AHP) 30 Absolventen der mittlerweile neunten Generation verabschiedet. Die Bilanz ist trotz der Corona-Einschränkungen bei der Förderung der Jugendlichen äußerst positiv. „17 Jugendlichen haben einen FOR-Q erhalten, somit hat sich die Zahl der Schüler, die die gymnasialen Oberstufe besuchen, verdoppelt“, berichtet Schewa van Uden vom Kommunalen Integrationszentrum (KI), die mit Tirapong Schier das AHP betreut.

Ein Drittel startete mit der Prognose Hauptschulabschluss

Zwei Jahre lang werden dabei Jugendliche der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Ruhrort, deren Abschluss am Ende der 7. Klasse in Gefahr ist, gezielt gefördert und unterstützt. „Über 30 Prozent der Jugendlichen starteten im AHP mit der Hauptschulabschluss-Prognose. Diese Zahl verringerte sich zum Ende des Programms auf 13 Prozent“, erklärt van Uden. „Darüber freuen wir uns sehr. Das belegt den Erfolg der individualisierten Förderung im Programm.“

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Die Organisatoren reagierten auf die Schulschließung mit zusätzlichen Maßnahmen, wie digitale Lernförderung, WhatsApp- Konferenzen und Online-Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen der Zehntklässler. Zusätzlich wurden Jugendlichen, die nicht über PC sowie Drucker verfügten, Lernpakete nach Hause geschickt. Schewa van Uden: „Wir haben unsere Laptops an Schüler ohne PC ausgeliehen, damit sie ihre Referate und Berichte erstellen können. Für uns hat sich herausgestellt, dass wir mehr Geräte benötigen, die wir bei Bedarf zur Verfügung stellen können.“

Bewerbungsverfahren für Lehrstellen durch Corona verzögert

Nun strebten 14 Jugendlichen nach einer Ausbildung, neun von ihnen konnten auch dank des Netzwerks des Aletta-Haniel-Programms bereits in eine Ausbildung vermittelten werden, somit liegt die Vermittlungsquote bislang bei 65%. Durch die Pandemie verzögerten sich aber auch die Einstellungsprozesse, deshalb befinden sich weitere Schüler noch im Bewerbungsverfahren.

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