Theater am Marientor

Albert Hammond singt in Duisburg seine großen Hits

Songwriter, Sänger und Gitarrist Albert Hammond macht auf seiner „Songbook Tour“ am 22. April Station im Theater am Marientor in Duisburg .

Foto: Stephan Eickershoff

Songwriter, Sänger und Gitarrist Albert Hammond macht auf seiner „Songbook Tour“ am 22. April Station im Theater am Marientor in Duisburg . Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Der Musiker, dessen Songs sich einer ganzen Generation eingeprägt haben, spricht über seine Lust, wieder auf der Bühne zu stehen.

Der Generation Ü50 haben sich seine Lieder eingeprägt, sein Welterfolg „It Never Rains in Southern California“ wird immer noch im Radio gespielt – in Kalifornien übrigens oft, wenn es regnet, und beides freue ihn immer sehr, sagt Albert Hammond im Exklusiv-Interview mit dieser Zeitung. Der Musiker, seit 2008 in der „Hall of Fame“ der Songwriter, gibt ein Konzert im Theater am Marientor.

Wissen Sie, das Ihre Lieder manchen ins Herz getroffen und Beziehungen gestiftet haben?

Albert Hammond: Ja, was ich gemacht habe, war wundervoll. Meine Lieder haben Menschen glücklich gemacht. Glück oder Tränen – Gefühle bleiben Gefühle, so lange wir leben.

Nach Ihrer Karriere könnten Sie sich mit 72 doch zurückziehen?

Hammond: Zurückziehen? Was für ein schreckliches Wort. Man kann aufhören, für Monate oder ein Jahr. Aber ganz aufhören – dann ist das Leben vorbei. Leben heißt träumen – von einem besseren Song, von einer neuen Platte. Ich werde auf der Bühne sterben.

Aber Sie hatten sich doch von der Bühne zurück gezogen und Lieder für andere geschrieben.

Hammond: Ich habe vielleicht einen Fehler gemacht. Ich hätte nicht aufhören dürfen. Es war zunächst eine neue Herausforderung, für andere zu schreiben und zu produzieren – für Whithey Houston, Tina Turner, Diana Ross, Joe Cocker oder Chris de Burgh. Aber nach einiger Zeit wurde ich hungrig nach Applaus. Keiner kennt dich, wenn du Songs schreibt, du bekommst keinen Beifall und keine Buhs.

„The Air that I Breathe“ für die Hollies oder „One Moment in Time“ für Whitney Houston sind sehr emotional. Woher kommen diese Gefühle?

Hammond: Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, ich kann weinen und lachen, und ich fühle mich damit jung und energiegeladen. Ich bin am Wochenende aus Los Angeles gekommen, heute um 5.30 Uhr aufgestanden für eine Frühstücksshow – und hier bin ich.

Konzertabende sind aber doch lang und anstrengend?

Hammond: Ich liebe es am meisten, auf die Bühne zu kommen, Geschichten zu erzählen, Lieder zu singen, über mich und meine Lieder zu erzählen. Die Leute verstehen mich und singen mit mir, sie kennen jedes Wort, das ist erstaunlich.

Sie sind schon früh in Deutschland aufgetreten, starteten Sie deswegen hier Ihr Comeback?

Hammond: Ja in den 60er Jahren war ich bei Manfred Sexauer im Beatclub und im Musikladen in Bremen. Ich habe Deutschland immer geliebt, und die Deutschen mich, sie mögen die alte Musik. Ich habe hier mehr gemacht als woanders, und ich wusste, dass Deutschland für mich der richtige Startplatz ist.

Bringen Sie auch neue Songs mit?

Hammond: Ja, auch neue Songs, darunter „The Snows of New York“, den ich für Chris de Burgh komponiert hatte, andere vom Album „Your World and My World“, das erfolgreich war, obwohl ich damit nicht auf Tour war. Es gibt Rock, Balladen, auch ein spanisches Lied. Aber ich will das Publikum nicht enttäuschen. Es will meine Hits hören – und ich will das Publikum singen hören. Die, die kommen, werden wiederkommen.

>>> Ostern auf Gibraltar, danach im TaM

Ostern verbringt der Brite Albert Hammond bei seiner 97-jährigen Mutter in Gibraltar, wo er auch aufgewachsen ist.


Am Samstag nach Ostern, 22. April, gibt er das Konzert im Theater am Marientor, das um 20 Uhr beginnt. Karten (etwa 34 bis 50,50 Euro) können auch bestellt werden unter www.theater-am-marientor.de.

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