Tag der Archive

Acht Archive dokumentieren Duisburger Wandel

Zahlreiche Fotos, Zeichnungen und Dokumente aus verschiedenen Archiven waren am Sonntag im Ruhrorter Gemeindehaus zu bestaunen.

Zahlreiche Fotos, Zeichnungen und Dokumente aus verschiedenen Archiven waren am Sonntag im Ruhrorter Gemeindehaus zu bestaunen.

Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg.   Acht Archive dikumentieren den Duisburger Wandel. Schwerpunkte beim bundesweiten „Tag der Archive“: die Aus- und Einwanderung.

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„Das Boot ist voll“ titelt überraschend das Archiv des Museums der deutschen Binnenschifffahrt. Zahlreiche historische Dokumente und Fotos belegen dabei die massenhafte Auswanderung von Deutschland nach Amerika im 19. Jahrhundert.

Das zentrale Thema vom bundesweiten Tag der Archive, Mobilität im Wandel, nutzen einige der insgesamt acht Duisburger Archive, um auf die aktuelle Lage der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Am Sonntag präsentierten und informierten alle Archive im Gemeindehaus Ruhrort über Bewegungen jeglicher Art. „Wir verbinden die soziale Bewegung, also die Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert und die Fortbewegung mittels der Schiffe, die über Duisburg zum Beispiel nach Rotterdam gefahren sind“, erklärt der Leiter des Binnenschifffahrtsmuseums, Bernhard Weber.

Plakate, Flugblätter und Bücher

Die zahlreichen Besucher interessieren sich vor allem für den Stand des Archivs für alternatives Schrifttum, das in Rheinhausen Plakate, Flugblätter und Bücher von sozialen Bewegungen sammelt. Sticker aus den 90ern mit der Aufschrift „Mach meinen Kumpel nicht an“ oder Plakate aus den 70ern belegen die Flüchtlingsarbeit von Gewerkschaften, Alternativ- und Friedensbewegungen seit Jahrzehnten. Sie fordern dazu auf, Rassismus keine Chance zu geben und werben für eine friedliche Willkommenskultur. „Einige sind erstaunt, dass das Thema seit langer Zeit ein Bestandteil der Gesellschaft ist und kommuniziert wird“, erzählt Petra Heine, die im Vorstand des Archivs arbeitet.

Als Alternative zu den dokumentierenden Ständen der Ausstellung, gibt es im Gemeindehaus ebenfalls historische Filme zu sehen. Neben einem Lehrfilm für Verkehrssicherheit in Duisburg (1930) zeigen weitere Filmaufnahmen aus einem halben Jahrhundert die Entwicklung des Ruhrorter Hafens. Außerdem nehmen viele der Besucher an den Führungen durchs Haniel- und Binnenschifffahrtsmuseum sowie durch das Thyssen-Krupp-Konzernarchiv teil. „Die Geschichte Haniels hat mich einfach interessiert und der Tag des Archives bietet sich für den Rundgang optimal an“, meint die Duisburgerin Erika Flessert vor der Begutachtung des Haniel-Museums. Am Tag der Archive präsentierten sich noch das Landesarchiv NRW, das Grillo-Archiv und das Stadtarchiv.

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