50 Jahre Amnesty International in Duisburg

1968 – weltweit das Jahr der Studenten und Bürgerrechtsbewegungen. Eine hochpolitische Zeit, in der sich in Duisburg Studenten dem Kampf um die Menschenrechte verschreiben und eine Amnesty-International-Gruppe gründen. Stephanie Aholt (67) ist 1975, Karin Nuscheler (76) 1977 dazugestoßen. „Ich bin durch die Auseinandersetzung mit meinem Vater über die NS-Zeit politisiert worden, wollte mich aber keiner Partei anschließen und bin so zu Amnesty gekommen“, sagt die 67-jährige. „Menschenrechte und die Internationalität der Organisation – das hat mich von Anfang an begeistert“, erzählt ihre Mistreiterin. Beide engagieren sich bis heute und freuen sich nun auf eine Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen zum 50-Jährigen Jubiläum.

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1968 – weltweit das Jahr der Studenten und Bürgerrechtsbewegungen. Eine hochpolitische Zeit, in der sich in Duisburg Studenten dem Kampf um die Menschenrechte verschreiben und eine Amnesty-International-Gruppe gründen. Stephanie Aholt (67) ist 1975, Karin Nuscheler (76) 1977 dazugestoßen. „Ich bin durch die Auseinandersetzung mit meinem Vater über die NS-Zeit politisiert worden, wollte mich aber keiner Partei anschließen und bin so zu Amnesty gekommen“, sagt die 67-jährige. „Menschenrechte und die Internationalität der Organisation – das hat mich von Anfang an begeistert“, erzählt ihre Mistreiterin. Beide engagieren sich bis heute und freuen sich nun auf eine Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen zum 50-Jährigen Jubiläum.

Zum Auftakt gibt es am Mittwoch, 11. April, ab 18 Uhr bei einem Eintritt von 5 Euro eine Geburtstagsfeier in der Volkshochschule, Steinsche Gasse 26 – mit Musik und Lesungen. Claudia Kleinert und Wolfgang Schwarzer präsentieren Texte von verfolgten Schriftstellern, begleitet von Gerharda Stakenborg am Akkordeon. Im Anschluss gibt es jede Menge Infos über Amnesty in Duisburg.

„Wir betreiben vor allem Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Stephanie Aholt. „Dazu gehören Infostände. Wir arbeiten aber auch sehr gut mit der VHS zusammen, führen dort dort ein- bis zweimal Veranstaltugen durch.“ Die Duisburger Mitglieder beteiligen sich außerdem an landesweiten Kampagnen – diees Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Flüchtlinge – und am jährlichen Briefmarathon. Dabei stehen Menschen im Mittelpunkt, die in Haft sind oder bedroht werden, weil sie sich für ihre Rechte und die ihrer Mitbürger einsetzen. Die Gruppe hat früher auch an Schulen über ihre Arbeit informiert. Zuletzt seien die Anfragen aber ausgeblieben. „Das hat dazu geführt, dass sich immer weniger junge Leute für Amnesty engagieren“, sagt Stephanie Aholt. Die aktuell zwölf Mitglieder der Duisburger Gruppe sind zwischen 40 und 85 Jahre alt. Stephanie Aholt und Karin Nuscheler hoffen, dass durch die Veranstaltungen zum 50-jährigen Jubiläum auch wieder mehr Schüler für Amnesty begeistern. „Wir wünschen uns ja eigentlich immer, dass wir überflüssig werden“, sagt Aholt. „Aber überall in der Welt werden Menschen unterdrückt. Dikaturen sterben wohl leider nie aus.“ Der Kampf für die Menschenrechte sei noch nicht zu Ende, sagt auch Karin Nuscheler. „Wir müssen weiter wachsam bleiben.“

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