Traditionsrummel

478. Beecker Kirmes soll Anfang Juli 300.000 Gäste anlocken

Das Riesenrad auf der Beecker Kirmes zählt stets zu den Blickfängen für alle Besucher. Insgesamt 18 Fahrgeschäfte für Erwachsene und zehn für Kinder werden auf dem Areal aufgebaut.Foto:Lars Fröhlich

Das Riesenrad auf der Beecker Kirmes zählt stets zu den Blickfängen für alle Besucher. Insgesamt 18 Fahrgeschäfte für Erwachsene und zehn für Kinder werden auf dem Areal aufgebaut.Foto:Lars Fröhlich

Duisburg.   Duisburger Traditionsrummel steigt am ersten Juli-Wochenende. Veranstalter wollen der Konkurrenz des Ruhrorter Hafenfestes aus dem Wege gehen.

Die Vorbereitungen auf die inzwischen 478. Auflage der Beecker Kirmes laufen bereits auf Hochtouren: Ein Team des Veranstalters Duisburg-Kontor war am Montagvormittag mit Messarbeiten beschäftigt, um metergenau die Standorte für die etwa 180 Schausteller festzulegen, die vom 30. Juni bis 4. Juli auf dem Festgelände rund um die Karl-Albert-Straße wieder die größte Kirmes am Niederrhein aufbauen.

„Beeck macht Bock“ heißt das Motto des Jahrgangs 2017. Und die Veranstalter hoffen, dass die Besucher auch Bock auf den neuen Termin haben. Normalerweise stieg der Rummel stets am letzten August-Wochenende. Mit dieser Tradition wurde nun gebrochen. „Ab jetzt steigt die Beecker Kirmes immer am ersten Juli-Wochenende“, sagte Duisburg-Kontor-Chef Peter Joppa. Der Grund für die Änderung war die terminliche Nähe zum Ruhrorter Hafenfest. „Es war unglücklich, dass die beiden mit Abstand größten Kirmes-Veranstaltungen in Duisburg innerhalb von nur einer Woche stattgefunden haben. Das hat beiden geschadet“, so Joppa.

Im Gespräch mit den Schaustellern habe sich schnell das erste Juli-Wochenende als bestmögliche Termin-Alternative für Beeck herauskristallisiert. „Und so findet unsere Kirmes nun erstmals vor den beiden Großveranstaltungen in Düsseldorf und Crange statt“, so Joppa.

Im Vorjahr war es an vielen Tagen zu heiß

Das hat den Vorteil, dass mehr Betreiber von Großfahrgeschäften nach Beeck kommen können. So wird diesmal im hinteren Teil des ehemaligen Sportplatzes die Achterbahn „Berg & Tal“ aufgebaut. Der „Gladiator“ katapultiert seine Fahrgäste in eine Höhe von 62 Meter. Und natürlich darf auch das Riesenrad nicht fehlen. Letztere beiden Attraktionen bezeichnet Tim Rößler, der bei Duisburg-Kontor für die Organisation der Kirmes verantwortlich ist, als wichtigste Werbemittel: „Beide Fahrgeschäfte sind so hoch, dass sie von der A 42 bestens zu sehen sind. Und somit sehen jeden Tag Zehntausende Pendler, dass wieder Kirmes ist.“

Durch den neuen Termin soll in diesem Jahr wieder die 300 000-Besucher-Marke geknackt werden. „Die hatten wir im Vorjahr verpasst, weil es an drei von fünf Veranstaltungstagen um die 35 Grad heiß war. Das hat damals viele abgeschreckt“, blickt Joppa zurück. Die Folge: Der Publikumsandrang ging spürbar auf knapp 250 000 Gäste zurück. Die entstandene Lücke soll nun wieder geschlossen werden.

Joppa sprach jenen Schaustellern auch einen großen Dank aus, die zuletzt mitgeholfen hatten, die Kunststoffplatten auszulegen, die fein säuberlich aneinandergereiht den Rundweg über den Ascheplatz ergeben. Früher hatten wir hier stets Probleme: Bei schlechtem Wetter war der Untergrund matschig und schlammig, bei Hitze war er oft zu staubig“, erklärte Joppa. Dank der Kunststoffplatten könnten sich die Kirmes-Fans nun problemlos den Fußweg durch die vielen Fahrgeschäfte bahnen.

>> KEIN FESTZELT, MEHR BIERGARTENBEREICHE

„Es wird in diesem Jahr kein Festzelt auf der Beecker Kirmes geben“, kündigte Peter Joppa an. Das Experiment des Vorjahres müsse als gescheitert angesehen werden. Somit bleibe es beim einmaligen Versuch.

Auf dem Beecker Marktplatz soll es mehr Biergartenbereiche mit mehr Sitzgelegenheiten für alle Kirmesbesucher geben.

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