Immobilienmesse Expo Real

350 neue Wohnungen im Dellviertel und ein Bürohaus im Süden

So soll das „St. Vincenz-Quartier“ im Duisburger Dellviertel aussehen. Zwischen dem ehemaligen Krankenhaus (links) und den neuen Gebäuden soll ein neuer Platz entstehen. Die Bauarbeiten sollen im ersten Quartal 2020 beginnen.

So soll das „St. Vincenz-Quartier“ im Duisburger Dellviertel aussehen. Zwischen dem ehemaligen Krankenhaus (links) und den neuen Gebäuden soll ein neuer Platz entstehen. Die Bauarbeiten sollen im ersten Quartal 2020 beginnen.

Foto: Fokus Development AG/Interboden

Duisburg/München.  Duisburg hat auf der Expo Real mehr zu bieten als seine Mega-Projekte: das „St. Vincenz-Quartier“ im Dellviertel und das Bürohaus „GreenView“.

Die Duisburger Delegation hat Investoren bei der Immobilienmesse Expo Real in München in diesem Jahr besonders viele Flächen zu bieten: Schon allein das Modell vom größten Wohnungsbauprojekt in NRW lockt seit Montagmorgen viele Fachbesucher in die Duisburger Ecke des Metropole-Ruhr-Standes in Halle B1. Aber nicht nur „6-Seen-Wedau“ und das Gelände „Am Alten Güterbahnhof“ machen Duisburg zum Branchengespräch: Am Dienstag wird der Düsseldorfer Entwickler Concepta seine Pläne für das Bürohaus „GreenView“ in Huckingen vorstellen, und zum Auftakt am Montag erklärten die Duisburger Fokus Development AG und Interboden, wie sie mitten im Dellviertel 350 Wohnungen bauen wollen.

Bei der Business Metropole Ruhr hatte die zuständige Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW, siehe Kasten) denn auch mehr Platz bestellt als je zuvor in Sören Links siebenjähriger Amtszeit. Ihr Selbstbewusstsein versteckten der Oberbürgermeister, Gebag-Chef Bernd Wortmeyer, Wirtschaftsdezernent Andree Hack und Stadtentwicklungsdezernent Martin Linne auch beim Pressegespräch zum Messe-Auftakt nicht. „Duisburg ist die geilste Stadt“, meinte gar Linne, der Anfang des Jahres von Krefeld zurück nach Duisburg gewechselt war.

„St. Vincenz-Quartier“ im Dellviertel: 350 Miet- und Eigentumswohnungen

Auf das erklärte Ziel der Stadtspitze, mehr Gutverdiener von außerhalb nach Duisburg zu locken, wird wohl das „St. Vincenz-Quartier“ einzahlen: Auf dem Gelände des ehemaligen St. Vincenz-Krankenhauses in unmittelbarer Nähe zum Dellpatz entstehen auf einer Fläche von 15.500 Quadratmetern 350 Miet- und Eigentumswohnungen.

OB Link freut sich über „hochwertigen Wohnraum in bester Wohnlage“. Er enthüllte mit Fokus-Vorstand Axel Funke und Interboden-Geschäftsführer Reiner Götzen ein Modell vom neuen innerstädtischen Ensemble. Der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims soll im ersten Quartal 2020 beginnen.

Geplant sind drei Bauabschnitte – in der Mitte der Gebäude soll ein neuer zentraler Platz entstehen. Im ersten Schritt werden auf dem Areal zwischen Goldstraße und An der Bleek nach dem Abriss des Wohnheims zwei Gebäudeflügel mit etwa 70 Wohnungen und 5500 Quadratmetern Wohnfläche gebaut.

Der zweite Abschnitt liegt auf dem Grundstück südlich der Pappendelle: An der Stelle des heutigen Parkplatzes entsteht ein Neubaukomplex mit Blockrandbebauung, 145 Wohnungen und 11.000 Quadratmetern Wohnfläche. Nochmals so viel Wohnraum, verteilt auf 140 Wohnungen, soll der Umbau des denkmalgeschützten Krankenhausgebäudes ermöglichen.

„GreenView“: Bürokomplex in Duisburg-Huckingen bis 2022

Warum Gewerbeimmobilien am B-Standort Ruhrgebiet immer gefragter sind, erläuterte später Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr, gemeinsam mit Link und dessen Amtskollegen Thomas Eiskirch (Bochum) und Ullrich Sierau (Dortmund): Während A-Standorte wie Berlin oder Düsseldorf „abgegrast“ seien, biete das Revier Investoren „geringe Kaufpreise und steigende Mieten“.

Wie zum Beweis werden die Gesellschafter der Düsseldorfer Projektentwickler Concepta, Björn Isenhöfer und Andreas Martin, am Dienstag mit Sören Link ihr neues Projekt „GreenView“ vorstellen: Sie bauen einen vierstöckigen Bürokomplex an der Düsseldorfer Landstraße in Huckingen – an einem der „hochwertigsten und dynamischsten Standorte in Duisburg“, so Martin. Zu den Nachbarn zählen dort die Büros der Hightech-Unternehmen Xella, Ytong und Intel (vormals Infineon); die Nahversorgung deckt ein Edeka-Center ab. Der Mieter sollen „ab 2022“ einziehen können, so der Investor.

Der Standort sei über „die eigene U-/S-Bahnhaltestelle Kesselberg“ optimal an den ÖPNV angeschlossen, das Autobahnkreuz Duisburg-Süd (A59/A524) drei Minuten entfernt, der Flughafen Düsseldorf 15 Minuten. Vor dem Bürohaus soll es Fahrradstellplätze und Ladesäulen für E-Bikes geben, darunter eine Tiefgarage mit 80 Stellplätzen.

Grüner Innenhof wird von Waldstück am Angerbach abgeschlossen

Die 4500 Quadratmeter große Immobilie wird bodentiefe Fenster und einen grünen Innenhof bekommen, der von einem kleinen Waldstück zum Angerbach abgeschlossen wird. Eine große Glasfront an der Düsseldorfer Landstraße wird Passanten den namensgebenden Blick ins Grüne ermöglichen.

Das Gebäude, so wirbt Concepta, biete nach Wunsch aufteilbare Einheiten von 300 bis 1.500 Quadratmeter Größe pro Etage – Großraum-, Kombibüros und klassische Grundrissen sollen möglich sein. Green View, so werben die Bauherren, stehe „für moderne Büroarbeitsplätze, Transparenz und Einklang von Mensch und Natur in einer der besten Lagen Duisburgs“.

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