Stadtentwicklung

3-D-Bummel durch Duisburger Zukunftsprojekte

Eszett-Geschäftsführer Oliver Schwarz lädt ein zum virtuellen Rundgang durch die Zukunft des Wedauer Bahngeländes.

Foto: Tanja Pickartz

Eszett-Geschäftsführer Oliver Schwarz lädt ein zum virtuellen Rundgang durch die Zukunft des Wedauer Bahngeländes. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Neben diversen Neubauvorhaben wurde auf der Gewerbeimmobilien-Messe Gimdu auch neue Technik zur Präsentation vorgestellt.

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Brille auf und los geht’s: Am Schlauchturm aus Reichsbahnzeiten vorbei, beim alten Heizhaus links, und schon geht’s mit jedem virtuellen Schritt aus der Vergangenheit des Wedauer Ausbesserungswerkes in die Zukunft des Geländes. Die Neudorfer Firma Eszett präsentierte auf der Gewerbeimmobilien-Messe Gimdu in den letzten zwei Tagen eine Technik, mit der sich Immobilien erkunden lassen – egal, ob sie unzugänglich sind oder noch gar nicht erbaut.

Ein Medienzentrum in der Nähe des früheren Werkseingangs, ein 3-D-Druckzentrum, wie es sich die Universität erhofft, um beispielsweise medizinische Ersatzteile herzustellen, daneben – zur großen künftigen Freude der Wirtschaftsförderer – ein Gründerzentrum, dahinter eine riesige Halle für Robotik, und das alles zur Bahn abgeschirmt durch zwei Parkhausriegel: So könnte es in ein paar Jahren in Wedau aussehen, und so ähnlich lassen sich auch andere Zukunftsprojekte technisch in die Gegenwart holen. Für Planer eine tolle Sache, zumal auch Bauzustände der Gegenwart in dreidimensionaler Darstellung präsentiert werden können, um beispielsweise zu überprüfen, wie neue Planungen in eine alte Umgebung passen.

Bahngelände für neue Nutzungen präsentierte auch Aurelis, wo man zuversichtlich ist, für das Gelände südlich vom Hauptbahnhof im neuen Jahr neue Vorhaben vorstellen zu können. „Es gibt echt Interesse“, hieß es am Messestand.

„Viel Interesse“ hat auch Eva Maria Maier von Fokus festgestellt, die auf der Gimdu unter anderen das Wohnbauvorhaben auf dem Gelände von St. Vincenz am Dellplatz präsentierte. Mitte 2018 soll dort mit dem Abriss eines Schwesternwohnheimes die Neunutzung beginnen.

Ebenfalls Mitte 2018 will Fokus mit dem Abriss der früheren Stadtbibliothek an der Düsseldorfer Straße in der Innenstadt ein weitere Projekt in Angriff nehmen. Neben Einzelhändler Edeka als Nutzer des Erdgeschosses wurde ein Fitnessstudio als Mieter gewonnen.

Ein Fragezeichen steht dagegen hinter den auf der Gimdu des letzten Jahres vorgestellten Plänen, Einzelhandel und ebenfalls ein Fitness-Angebot im früheren C & A-Gebäude an der Münzstraße anzusiedeln. Dort hat es einen Wechsel des Eigentümers der Immobilie gegeben.

Makler Axel Quester, der das Projekt 2017 angekündigt hatte, ist dennoch zuversichtlich, was die Entwicklung Duisburgs als Bürostandort angeht. An vielen Stellen seien in Kürze Kräne zu sehen. Weniger dynamisch entwickele sich der Handel: „Es gibt zu wenig Gründer im Einzelhandel“, ist nach Questers Einschätzung der Grund.

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