Gericht

24-Jähriger attackierte Schwester mit Messer und Schlagstock

So sieht es im Inneren des Land- und Amtsgerichts Duisburgs aus.

So sieht es im Inneren des Land- und Amtsgerichts Duisburgs aus.

Foto: Foto: Lars Heidrich

Duisburg.  Ein 24-Jähriger griff 2017 im Süden Duisburgs seine Schwester mit Messer und Schlagstock an. Dafür gab es eine Bewährungsstrafe.

Mit einer Tat, die mit einem normalen Familienstreit nichts mehr zu tun hat, stand am Montag ein 24-Jähriger vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz. Am 25. Juni 2017 hatte er seine jüngere Schwester auf einem Parkplatz in Huckingen mit einem Messer und einem Teleskopschlagstock attackiert. Dafür gab es eine einjährige Bewährungsstrafe.

Die beiden Mülheimer waren sich gegen 20.30 Uhr vor einem Supermarkt an der Düsseldorfer Landstraße begegnet. Es kam zum Streit. Der Angeklagte hatte ein Butterfly-Messer gezogen und mehrfach Stichbewegungen in Richtung seiner Schwester ausgeführt.

Zeuge ging zweimal dazwischen

Als der damalige Lebensgefährte der jungen Frau dazwischenging, hatte der 24-Jährige einen Teleskopschlagstock aus seinem Auto geholt und war erneut auf die Schwester losgegangen. Wieder griff der Lebensgefährte ein. Der Angeklagte trat daraufhin den Rückzug an. Die Frau und ihr Freund wurden zwar von Schlägen getroffen, die aber außer Schmerzen keine weiteren Folgen hatten.

Der Angeklagte bestritt den Vorwurf zu Prozessbeginn. „Es ist wahr, dass wir Streit um Geld hatten“, so der 24-Jährige. Es sei am Tattag auch zu Handgreiflichkeiten gekommen. „Aber sie hat mich geschlagen. Und ich habe weder ein Messer noch einen Schlagstock eingesetzt.“

Kammer konnte keinen Tötungsvorsatz erkennen

Die 23-Jährige hatte ihren Bruder bei der Strafanzeige zunächst schwer belastet. Vor Gericht wollte sie nicht mehr gegen ihren Bruder aussagen. Dafür tat das ihr ehemaliger Freund. Einen Tötungsvorsatz des Angeklagten – ursprünglich war versuchter Totschlag angeklagt gewesen – vermochte die Kammer aber nicht zu erkennen. Am Ende stand daher nur eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung.

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