Null Toleranz-Aktion

13.500 Verstöße bei Kontrollen in Duisburger Stadtteilen

Duisburg.  Bei den „Null Toleranz“-Kontrollen in Duisburgs Stadtteilen ist die Zahl der Verstöße, wilden Müllkippen oder Schrottautos immer noch hoch.

Null Toleranz gegen Falschparker, wilde Müllkippen und abgestellte Schrottautos: Trotz aller monatlichen Kontrollen von Ordnungsamt und Wirtschaftsbetrieben seit 2016 in den Stadtteilen sind die Zahlen der Verstöße immer noch immens hoch. Das belegt die jetzt vorgelegte Jahresstatistik für 2018. Die Zahl der wilden Müllkippen ist sogar gestiegen, die der Parkverstöße ebenfalls. Dagegen ist die Zahl der entdeckten Schrottautos zurückgegangen. Insgesamt weist die Statistik für das vergangene Jahr 13.473 Verstöße, Verwarnungen und Ordnungswidrigkeiten auf.

Seit Ende 2016 führt das Bürger- und Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Wirtschaftsbetrieben einmal im Monat in einem Stadtteil eine Aktionswoche unter dem Motto „Null Toleranz“ durch. Die Aktion zeichnet sich durch eine deutlich verstärkte Präsenz der städtischen Mitarbeiter sowie der Polizei aus.

Im Visier: Wilde Müllkippen, Falschparker, auch Ordnungswidrigkeiten wie unangeleinte Hunde, aggressives Betteln oder Rauchen auf Kinderspielplätzen.

717 wilde Müllkippen entdeckt

Bei den zwölf Einsätzen im vergangenen Jahr waren jeweils dreimal die Ortsteile Marxloh/Bruckhausen, Hochfeld und Rheinhausen-Mitte/Friemersheim betroffen. Darüber hinaus gab es weitere Einsätze in Homberg, Laar/Ruhrort/Kaßlerfeld und Meiderich.

Bei den Aktionen haben die Wirtschaftsbetriebe insgesamt 717 wilde Müllkippen entdeckt und kurzfristig beseitigt. Im Jahr zuvor waren es 653. In immerhin 110 Fällen konnten die Müllsünder ermittelt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden, das in der Regel zur Erhebung eines Bußgeldes führt. In 98 Fällen gab es Verwarnungen zum Beispiel für das Wegwerfen von Zigaretten oder Kaugummis.

Gesunken ist die Zahl der nicht mehr angemeldeten Schrottautos, die einfach am Straßenrand abgestellt wurden. 389 waren es im vergangenen Jahr, 2017 mussten noch 447 Autos binnen eines Monats entfernt werden.

11.753 kostenpflichtige Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitsanzeigen

Die Ergebnisse der Abfallaufsicht in den einzelnen Ortsteilen waren teilweise sehr unterschiedlich. Die meisten wilden Müllkippen, nämlich 100, wurden im Dezember bei der Aktion in Hochfeld aufgefunden. Dagegen wurden im April bei der Aktion in Homberg lediglich 19 wilde Müllkippen entdeckt.

Zusätzlich wurden bei den „Null Toleranz“-Aktionen 2018 durch die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung 11.753 kostenpflichtige Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen verbotswidrigen Haltens, Parkens und wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgestellt. Zusätzlich wurden 35 Abschleppmaßnahmen veranlasst. Über 9000 Falschparker weist die Statistik aus, 2017 waren es 8015. 2018 wurden 2671 Raser wischt, im Jahr davor waren es 2076.

In Marxloh/Bruckhausen waren vor allem die Abfallverstöße immer wieder hoch, dagegen wurden linksrheinisch vor allem viele Raser erwischt. „Die Vielzahl der Verstöße macht deutlich, dass eine umfassende Präsenz in den Ortsteilen auch zukünftig erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund wird die Aktion auch in diesem Jahr weiter fortgesetzt“, kündigt die Stadt an.


„Ordnungsbehörden dienen dazu, dass das Zusammenleben der Menschen gut funktioniert. Und für das friedliche Zusammenleben – hier immerhin 500.000 Menschen – braucht es Regeln“, hatte der neue Ordnungsdezernent Paul Bischof bei seinem Amtsantritt 2018 klar gestellt. „Wir achten darauf, dass die Regeln eingehalten werden. In erster Linie dient das dem sozialen Frieden“, so Bischof damals.

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