Schule

12.000 Laptops für Duisburger Schüler – Lieferung im Herbst

Während des Distanzunterrichts mussten viele Familien improvisieren, damit die Kinder online Schularbeiten machen konnten. Nicht jeder konnte auf ein eigenes Laptop zurückgreifen. Bis zum Spätherbst sollen die Schüler ausgestattet werden.

Während des Distanzunterrichts mussten viele Familien improvisieren, damit die Kinder online Schularbeiten machen konnten. Nicht jeder konnte auf ein eigenes Laptop zurückgreifen. Bis zum Spätherbst sollen die Schüler ausgestattet werden.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Über ein Sofortprogramm bekommen Duisburger Schulen im Spätherbst knapp 12.000 Laptops. Digitalpakt sorgt parallel für nötige IT-Struktur.

Am Mittwoch kehren die Schüler in Duisburg zum Präsenzunterricht zurück. Parallel läuft aber die Ausstattung der Schüler mit technischen Geräten. Knapp 12.000 Endgeräte sollen an die Schulen geliefert werden. Eile ist bei dem Thema geboten – zum einen, weil das System Schule einen digitalen Wandel erlebt mit neuen Unterrichtsmethoden und -angeboten, zum anderen, weil der coronabedingte Distanzunterricht der vergangenen Monate die Schwächen des Systems aufgezeigt hat.

Bis die Schüler mit den Geräten ausgestattet werden, wird es aber noch dauern, sagt Gabi Priem, Pressesprecherin der Stadt Duisburg. Die Geräte seien nicht sofort verfügbar: „Aufgrund des nötigen Vergabeverfahrens und den bereits jetzt durch die Lieferanten kommunizierten Lieferzeiten ist mit einer Auslieferung der Geräte frühestens im Spätherbst zu rechnen.“

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Für Duisburg gibt es Mittel aus zwei Programmen vom Land für die technische Ausstattung. So fließen rund 5,8 Millionen Euro aus dem Sofortprogramm in die Ausstattung für Schüler, darin enthalten ist ein städtischer Eigenanteil von 10 Prozent. Außerdem werden Lehrer durch ein im Juni aufgelegtes Programm der Landesregierung für rund 2,5 Millionen Euro mit Geräten versorgt.

Laptops sollen vorkonfektioniert geliefert werden

Schulleiter hatten im Vorfeld die Sorge geäußert, dass ihnen das Personal fehlt, um die Geräte einzurichten, geschweige sie zu warten. Dazu erklärt Priem, dass die Geräte vorkonfektioniert geliefert werden. Es werde ein Managementsystem eingebettet, das die Wartung und Pflege der Geräte ermöglicht. „Das geht so weit, dass für den Fall eines Verlustes oder Diebstahl des Gerätes dieses komplett deaktiviert werden kann und somit für den Dieb unbrauchbar ist“, erklärt Priem.

Die Wartung soll durch die Kommune erfolgen, per Rechtevergabe könne durch das Managementsystem ein Teil der Wartung auch bei Bedarf durch die Schule erfolgen.

Schulen sollen mit WLAN ausgerüstet werden

Über den Digitalpakt werden außerdem alle Duisburger Schulen mit WLAN ausgerüstet, so dass nach Umsetzung des Programms für die schulweite Internetverbindung gesorgt ist. Das ist keine leichte Aufgabe: Noch im Februar hieß es im Schulausschuss, dass es an manchen Schulen schon an so kleinen Dingen wie Steckdosen fehlt.

Sollte es wieder zum Distanzunterricht kommen, sind Schüler dann zumindest mit der nötigen Hardware ausgerüstet. Was tun aber jene Familien, die keine heimische Internetversorgung haben? Da bleibt es leider problematisch. Der Schulträger verweist auf die 180 öffentlichen WLAN-Hotspots im Stadtgebiet, die womöglich helfen können.

Das ursprüngliche Digitalpakt vor Corona hat insgesamt ein Volumen von 35 Millionen Euro inklusive des 10-prozentigen Anteils der Kommune und läuft bis 2025. Der Masterplan sieht vor, zunächst die IT-Infrastruktur zu schaffen und dann nötige Endgeräte zu besorgen. Dafür stehen pro Schule rund 25.000 Euro zur Verfügung. Die Beantragungen müssen bis Dezember 2021 durch sein.

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