Bivsi

12.000 Euro Spenden beim Benefiz-Konzert für Bivsi

Sänger Wolfgang DeMarco sang beim Benefiz-Konzert während einer Liveschaltung mit Bivsi, ihren Eltern sowie Felix Banaszak, Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Duisburg, und  Stephan Kube (l.), Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, ein Lied für die abgeschobene Schülerin.

Foto: Stephan Eickershoff

Sänger Wolfgang DeMarco sang beim Benefiz-Konzert während einer Liveschaltung mit Bivsi, ihren Eltern sowie Felix Banaszak, Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Duisburg, und Stephan Kube (l.), Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, ein Lied für die abgeschobene Schülerin. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Die Visa für die Rückkehr von Bivsi Rana und ihren Eltern sind beantragt. Bund, Land und Stadt müssen nun das Verfahren gemeinsam vorantreiben.

12.000 Euro an Spenden sind beim Benefizkonzert im Steinhof für Bivsi Rana, die abgeschobene Schülerin vom Steinbart-Gymnasium, zusammengekommen. Dies teilte Arno Eich vom Steinhof mit, der die Veranstaltung zusammen mit dem Lions-Club Duisburg-Rhenania auf die Beine gestellt hat. Wie viele Unterstützer hofft Eich auf eine baldige Rückkehr der Familie Rana nach Duisburg. Das Geld wird laut Eich nicht nur für Flüge, eine neue Wohnung, neue Möbel und Anwaltskosten benötigt. Auch für die Kosten der Abschiebung müsse aufgekommen werden.

Unterdessen teilt Felix Banaszak, ehemaliger Schülersprecher des Steinbart-Gymnasiums und Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Duisburg, mit, dass sich im Fall Bivsi eine Lösung andeute. Eine Rückkehr der Familie Rana könne womöglich schon in den nächsten Tagen realisiert werden. Seit Mittwochmorgen, 12. Juli, sind Banaszak und Stephan Kube, Elternpflegschaftsvorsitzender des Steinbart-Gymnasiums, vor Ort in Kathmandu und haben die Familie bei den letzten Schritten begleitet.

„Die Visumsanträge sind korrekt ausgefüllt“

„Die Visumsanträge sind korrekt ausgefüllt und gestellt, jetzt müssen die Behörden in Deutschland handeln. Der Ball liegt im Feld der Stadt Duisburg und dem Land NRW und muss nun in ein Tor verwandelt werden“, so Banaszak. Mehrere Wege seien denkbar, die Wiedereinreise der Familie zügig und rechtssicher zu ermöglichen. „Nach den positiven Signalen der letzten Tage hoffen und erwarten wir, dass schnell die letzten Steine aus dem Weg geräumt werden und der quälenden Unsicherheit von Familie Rana ein Ende bereitet wird“, so der Vorstandssprecher der Grünen.

Eine Sprecherin der Stadt Duisburg erklärte am Freitagmittag, dass die Kommune noch nicht in das offizielle Verfahren eingebunden sei. Dies werde aber sicher in den nächsten Tagen geschehen: "Wir sind hierzu schon seit einiger Zeit in konstruktiven Gesprächen mit den beteiligten Stellen beim Bund und Land", so die Stadt. "Wie lange die Klärung dauert, können wir leider nicht prognostizieren, da hierbei viele unterschiedliche Stellen beteiligt sind."


Sie äußerte sich auf Anfrage auch zu den Kosten. die auf die Familie Rana zukommen. "Selbstverständlich wird die Stadt die Familie dort, wo es uns möglich ist, unterstützen." Konkrete Details stünden hier jedoch noch nicht fest. Erst einmal arbeite man mit Hochdruck an der Rückkehr der Familie aus Nepal nach Duisburg.

Diese Entwicklung ist laut Felix Banaszak auch ein Erfolg der vielen Unterstützer der Familie. Tausende haben demonstriert, die Online-Petition unterschrieben und zuletzt eben sogar das großes Benefizkonzert im Steinhof organisiert. „Wir haben stets betont, dass es eine Lösung für die gesamte Familie braucht und nicht allein für Bivsi. Dieser Forderung haben sich zunächst die Mitglieder des Petitionsausschusses des Landtags, dann auch die Landesregierung in Person des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Integrationsministers Joachim Stamp angeschlossen“, so Banaszak. „Das ist starker Rückenwind für die letzten Meter.“

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