Unfall

Zehnjähriger kann nicht schlafen: Spritztour mit Papas Wagen

Ein Streifenwagen im Einsatz.

Foto: dpa (Archiv)

Ein Streifenwagen im Einsatz. Foto: dpa (Archiv)

Monheim.   Da dürften die Polizisten nicht schlecht gestaunt haben: Als sie nachts zu einem Unfallort kamen, fanden sie einen Zehnjährigen am Steuer vor.

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Wenn andere Kinder nicht schlafen können, lesen sie ein Buch oder schauen vielleicht ein wenig Fernsehen. Dieser Zehnjährige jedoch hatte einen ungewöhnlichen Plan: Mitten in der Nacht schnappte er sich den Firmenwagen seines Vaters, um eine Spritztour durch Monheim zu unternehmen.

Am frühen Donnerstagmorgen gegen 2 Uhr fiel Polizisten der Kleinlastwagen auf, der nach Angaben der Beamten beschleunigte, als der Streifenwagen in Sicht war. Die Polizisten nahmen daraufhin die Verfolgung auf. Beim Abbiegen habe der Fiat-Fahrer die Kontrolle über den Wagen verloren und sei frontal gegen eine Mauer geprallt.

Vater hatte Ausflug seines Sohnes nicht bemerkt

Die Beamten dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie am Unfallort eintrafen: Auf dem Fahrersitz saß ein zehnjähriger Junge. Der Monheimer habe sofort schuldbewusst eingeräumt, dass er den Firmenwagen ohne das Wissen seines Vaters gefahren hatte. Da er nicht schlafen konnte, habe er zu Hause unbemerkt die Fahrzeugschlüssel mitgenommen und eine nächtliche Spritztour unternommen. Als er den Polizeiwagen sah, habe er Angst bekommen und sei davongefahren.

Die Polizisten brachten das Kind nach Hause und weckten den Vater: Dieser hatte den Ausflug seines Sohnes noch nicht bemerkt. Der Schaden am Auto und der zum Teil eingestürzten Gartenmauer beläuft sich nach ersten Schätzungen der Beamten auf rund 6000 Euro. Noch unklar ist, ob die Spritztour weitere Schäden zur Folge hatte. So wurde in der Nacht eine Unfallflucht gemeldet. (red)

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