Unfall

SPD-Chef Andreas Rimkus stolpert übers Altstadt-Pflaster

SPD-Chef Andreas Rimkus (rechts) bei der Kirmes 2017 ist bei den Sappeuren aktiv und in der Altstadt gestürzt.

SPD-Chef Andreas Rimkus (rechts) bei der Kirmes 2017 ist bei den Sappeuren aktiv und in der Altstadt gestürzt.

Foto: Götz MiddeldorF

Düsseldorf.  Alkohol war nicht im Spiel, sagt der Bundestagsabgeordnete: „Ich hatte nur eine Hostie im Magen.“ Das brüchige Pflaster wird saniert.

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Das berüchtigte Altstadtpflaster hat das nächste Opfer gefunden: Düsseldorfs SPD-Chef Andreas Rinkus ist in ein Loch getreten und gestürzt – als er am Sonntag beim großen Schützenumzug der Sebastianer mitlief. Der Vorfall ereignete sich in der Hunsrückenstraße, kurz nach Beginn des Umzugs. Rimkus verletzte sich am Knie und hat die Termine in dieser Woche abgesagt, unter anderem auch das traditionelle Gästevogelschießen am Dienstag. „Ich muss erst mal das Knie hochlegen“, sagt Rimkus.

Es gab schon viele Unfälle und Beinnahe-Unfälle

Das Altstadtpflaster steht wegen der Unfallgefahr schon lange in der Kritik. Händler und Gastronomen wissen von vielen Unfällen und Beinaheunfällen zu berichten. Die vor einigen Jahren neu verlegten Steine erwiesen sich als nicht geeignet für die Belastung, vor allem die rangierenden Lastwagen im Lieferverkehr sollen dem Boden zusetzen. Einige Bereiche, darunter die Hunsrückenstraße, sind noch gar nicht modernisiert.

Rimkus war als Teil der Sappeure unterwegs gewesen. Der Schützenzug war gerade nach dem Gottesdienst in St. Lambertus gestartet. Rimkus lief in der zweiten Reihe, entsprechend eingeschränkt sei seine Sicht gewesen. Nach dem Sturz lief er die insgesamt 14 Kilometer lange Strecke noch mit. Erst als er stand, seien die Schmerzen stärker geworden. Alkohol war übrigens nicht im Spiel. „Ich hatte nur eine Hostie im Magen“, sagt Rimkus.

Zweijähriger Praxistest für neues Pflaster läuft

Besserung ist in Sicht – zumindest für die Schützenzüge in einigen Jahren: Die Stadt hat auf der Bolkerstraße eine ganze Reihe von möglichen Bodenbelägen verlegen lassen. Der auf ein bis zwei Jahre angelegte Praxistest soll zeigen, welches Material und welche Verlegeart gut aussehen und zugleich die praktischen Anforderungen erfüllen. Neu gepflastert werden muss noch das Gebiet am Bolker Stern bis zum Heinrich-Heine-Platz mit Hunsrücken- und Neustraße. Außerdem werden mit dem Sieger Problemstellen ausgebessert. Auf neun Testfeldern wurden vier Materialien in verschiedenen Anordnungen und Größen verlegt. (arl)

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