Jahresrückblick

Jahresrückblick: Diese Themen haben Düsseldorf 2019 bewegt

2019 stand vor allem im Zeichen des Klimaschutzes.

2019 stand vor allem im Zeichen des Klimaschutzes.

Foto: Martin Gerten / dpa

Klimanotstand, Umweltspur und Fridays for Future beherrschten das Jahr 2019. Ein Rückblick von Hans Onkelbach.

Januar

Der Start jedenfalls ist unspektakulär ins Jahr, was an sich eine gute Nachricht ist – friedlicher Übergang, heißt so was bei den Behörden. Wenig später jedoch wird der Frieden ein wenig gestört, denn die Düsseldorfer erfahren, was vermutlich alles teurer wird und schütteln den Kopf, weil es nun einen Koordinator für das Thema Gaslaternen gibt. Wir haben Sorgen!

Umweltspur wird zum Aufreger

Ein neuer Begriff taucht im Januar erstmals auf, und keiner ahnt, wie tief er sich bald in den Sprachgebrauch eingraben wird: Die Umweltspur wird angekündigt. Fast schon rührend die Nachricht, Abfalltonnen mit Pfandringen auszustatten – für die Sammler von Flaschen. Für sie zählt jeder Cent. Das ist bei der Sanierung der Oper anders: es geht um sehr viele Euros. Die Summen, hohe zweistellige Millionen-Beträge, sind längst jenseits jeder Vorstellungskraft, und keiner glaubt, dass es dabei bleibt. Köln lässt grüßen, und Hamburg auch.

Eine kühne Idee taucht auf: Warum nicht im Hafen auf der Landzunge gegenüber des Landtages komplett neu bauen. Wie immer in der Stadt beginnt sofort ein Streit. Die einen sind dafür, die anderen dagegen. Apropos Hafen – die Boot wird 50, und schon seit Wochen kommen wunderbare Yachten über den Rhein an, um den Menschen Stoff für Träume zu geben.

Februar

Träume in Weiß werden wahr, zumindest in den Außenbezirken. Die Kehrseite, sozusagen der Alptraum: wie immer bringt jede Schneeflocke im Rheinland sofort ein Verkehrsproblem. Dabei macht es dann auch keinen Unterschied, ob das Auto Sprit verbrennt oder mit Strom rollt. Immerhin: E-Autos könnten künftig gratis parken, heißt es. Das Thema nimmt Fahrt auf.

Noch nicht so wirklich real ist dagegen die Idee vom Stadtstrand unterhalb der Kniebrücke. Wie das wohl aussehen wird? Ein paar Monate später weiß man es, und regt sich über die Container auf, die dort stehen. Aufregung, Amüsement und Irritation beim Dschungel-Camp. Die bis dahin – vermutlich zurecht – unbekannte Dame namens Evelyn Burdecki kriegt am Ende die Krone aus Grünzeug. Kesse Lippe und auch sonst sehr kommunikativ setzt sie sich durch, verblüfft guckt man ihr dabei zu.

Dagegen ist die Diskussion um die Zukunft des Großmarktes eher dröge, und auch der Beschluss für den Bau einer Stadtbahn zum Flughafen ist noch zu vage, um großes Interesse zu erregen. Anders bei den Anliegern – ob diese Bahn im Bereich Danziger Straße eine Brücke bekommen wird, löst im Februar nachhaltigen Zoff aus. Breite Zustimmung findet dafür eine Ankündigung des Ordnungsamtes, Wildpinkler künftig stärker zur Kasse zu bitten – mit 70 Euro ist dabei, der es nicht zum nächsten WC schafft.

Für viele neu ist das Kürzel ISD. Es steht für Internationale Schule Düsseldorf. Dort, so liest der staunende Düsseldorfer, sind über viele Jahre Millionen von der öffentlichen Hand gezahlt worden, obwohl die Schule schon tausende Euro pro Jahr an Gebühren kassiert und anerkanntermaßen eine beispiellose Ausstattung hat. Ist das rechtens? Die Frage wird sich hinziehen. Wie manche Ehe – die Zahl der Scheidungen ist rückläufig, verkündet das Amt für Statistik. Dass selbst Glanzzeiten irgendwann mal enden, sieht man beim Victorian: Der früher legendäre Tempel für Gourmets aus aller Welt schließt – sang und klanglos. Ebenfalls neu für viele der Begriff „divers“. Gemeint ist das Geschlecht zwischen Mann und Frau. Soll es dafür eigene Toiletten geben? Ohne Frage erfreulich, sind die Zahlen der Kripo: Noch nie war die Kriminalität in Düsseldorf so niedrig. Dennoch fühlen sich die Menschen unsicher. Schon beruhigend normal die Meldung, man fahnde jetzt nach Hunden ohne Steuermarke. Die Stadt braucht jeden Euro, etwa für die Oper – siehe oben.

März

Nicht zum ersten Mal bedroht im März das Wetter den Rosenmontagszug. Absagen oder nicht? Das Risiko ist hoch, weiß das Carnevals Comitee (CC) – und kommt auf eine rheinisch-kluge Lösung: Statt morgens zieht man erst mittags los, als der Sturm durch ist. Alles gut gegangen.

Das denken sicher auch die vielen Neubürger, denn sie haben die in Düsseldorf schwierige Suche nach bezahlbarem Wohnraum hinter sich. Um fast 30.000 Menschen ist die Stadt in den letzten fünf Jahren gewachsen, die Zahl liegt jetzt bei 642.000. Mehr denn je wird klar – immer mehr Menschen wollen kommen, brauchen Platz für Jobs und fürs Wohnen. Es wird neu gebaut und abgerissen. Dem fällt auch das Boui Boui in Bilk zum Opfer, was in der Ausgeh- und Konzertszene wie stets beim Verlust solch cooler Locations mächtig betrauert wird.

Ebenfalls neu: Fridays for Future, die Ende 2018 ihre erste – damals noch kleine – Demo in Düsseldorf hatten. Auch in Düsseldorf gehen junge Menschen fürs Klima auf die Straße und die Rheinbahn, die womöglich künftig eine spritsparende Alternative für Autobahnfahrer sein könnte, bekommt einen neuen Vorstand. Vor allem der Name der für die Finanzen zuständigen Chefin, Sylvia Lier, wird bald berühmt werden. Leider gilt das auch für Stadtdechant Ulrich Hennes. Nicht nur Katholiken schockt die Nachricht, er stehe unter Verdacht der „sexuellen Belästigung“. Was nun folgt, ist ein Lehrbeispiel, wie man nicht mit einem solchen Fall umgehen sollte. Er zieht sich übers gesamte Jahr.

April

Von ungeschicktem Umgang mit einem brisanten Thema sprechen bald auch viele, wenn es um die Umweltspur geht. Sie wird im April an der Merowingerstraße eingerichtet, und die Folgen sind anfangs wenig aufregend, was sicher auch an den Osterferien liegt. Aber schon jetzt wird bemängelt, dass man den Pendlern keine Alternativen anbietet. Der Ton wird sich im Jahresverlauf noch deutlich verschärfen. Das gilt auch für den Streit um die ISD. Fassungslos hört Düsseldorf, dass der Leiter der Schule ein Jahresgehalt von knapp einer halben Million und auch sonst einige Privilegien hatte. Warum er nun seinen Job aufgibt, wird nicht wirklich glaubhaft begründet.

Böses Blut auch angesichts der nun klaren Optik des so genannten Ingenhoven-Tals im Kö-Bogen II. Wie eine Ski-Rampe sehe das aus, sagt Star-Architekt Walter Brune – und entschuldigt sich später dafür. Zustimmung findet er dennoch. Nur noch Kopfschütteln löst die Nachricht aus, das Altstadtpflaster sei mal wieder defekt und müsse teils ausgetauscht werden. Seit Jahren fällt das dort verlegte ungeeignete Steinzeug den Planern immer wie – nun ja: auf die Füße. Wirte markieren vor ihren Lokalen gefährliche Schadensstellen mit Stühlen oder Plakatständern.

Mai

Dass es Anfang Mai heißt, die Ermittlungen gegen Ex-Stadtdechant Ulrich Hennes seien eingestellt, macht viele fassungslos. Und nun, fragen sie sich – was wird jetzt aus dem Mann? Die Frage wird noch lange nicht wirklich beantwortet. Dagegen wird klarer, dass Fachkräftemangel etwas mit Wohnkosten zu tun hat. Geschäfte und Handwerker finden kaum Leute, nicht zuletzt, weil sich viele das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten können. Ob die Grünen darauf eine Antwort haben? Womöglich wird das von ihnen erwartet, denn bei der Europawahl werden sie erstmals stärkste Kraft in der Stadt und blicken voller Selbstvertrauen auf die Kommunalwahl im September 2020. Auf jeden Fall befürworten sie wohl zwei neue Brücken: eine in Höhe Messe nach Lörick/Meerbusch, die andere im Bereich Hamm. Beide Bauwerke würden nur Bahnen, Radfahrer und Fußgänger zur Verfügung stehen. Keine Entlastung für staugeplagte Autofahrer also. Es sei denn, sie steigen um.

Apropos umsteigen: OB Thomas Geisel will eine Art Super-Chef für alle städtischen Töchtergesellschaften und hat auch einen Kandidaten aus der Wirtschaft auf dem Plan. Aber er findet keine Zustimmung, entnervt verzichtet der Manager.

Juni

An die Nerven geht die Frage, ob es in Düsseldorf einen Klimanotstand gibt – oder nicht. Die Ampel aus SPD, Grünen und FDP ist Anfang Juni uneins. Was extremes Klima anrichten kann, hat man fünf Jahre zuvor, Pfingsten 2014 erlebt. Der Orkan Ela wütete über der Stadt, vernichtete tausende von Bäumen. Nun ist davon nichts mehr zu sehen. Aber das Klima beschäftigt die Menschen weiter: sie erleben den Beginn einer erneuten Hitzewelle, die – das ahnt im Juni noch keiner – über viele Wochen bleiben wird. Und zum Thema Klima gehört auch die Idee, Elektroroller als Alternative zum Auto in die Stadt zu stellen. 200 werden geliefert, schnell ist klar: Sie sind tatsächlich eine Alternative, aber für Fußgänger, denen die Dinger mächtig Spaß machen. Bald ahnt man, dass es neuer Regeln bedarf, um die Flitzer nicht zur Gefahr werden zu lassen. Entsetzt hören die Menschen von einer Vergewaltigung im Hofgarten. Über Wochen wird verfolgt, wie die Polizei fahndet, schließlich Verdächtige festnehmen kann. Empört reagiert man auf Stellungnahmen, in denen man Frauenfeindlichkeit und Ignoranz sieht.

Wohltuend harmlos dagegen eine Nachricht aus dem Gericht. Dort wurde Passagieren, deren Flug ausgefallen war, ein Anspruch auf ein Essen mit Schampus als Aperitif zugebilligt – das sei üblich so, urteilten die Richter, der Schaumwein müsse von der Fluggesellschaft bezahlt werden. Die Nachricht lief – typisch Düsseldorf! – bundesweit: Gericht bestätigt Recht auf Champagner.

Juli

Eine völlig neue Problematik tut sich Anfang Juli auf. Im Rheinbad randalieren Dutzende Jugendliche, sollen – so heißt es – zeitweise die Kontrolle über die Becken übernommen haben. Die Polizei rückt an, klärt die Lage – aber es wird in den nächsten Wochen wiederholt zu solchen Vorfällen kommen. Die Reaktion darauf: zuerst hilflos.

Wie auch bei den E-Scooter. Die zweirädrigen Flitzer sausen über Bürgersteige, werden irgendwo abgestellt, liegen herum wie Müll, landen im Stadtgraben oder in Grünanlagen. Regeln müssen her, das zeichnet sich mehr und mehr ab. Wie Werbung ein Produkt bekannt macht, erlebt die Füchschenbrauerei – mit einem ziemlich misslungenen Gag, wie einige meinen. Ein Plakat einer ziemlich frech gezeichneten Serie überschreite klar die Grenze zum Sexismus. Aber eins wurde erreicht: über Wochen streitet man heftig über die Reklame für Füchschen-Alt.

August

Aber bald beherrscht eine andere Frage die Diskussionen: Wie sicher wird die Größte Kirmes am Rhein im August? Und soll es ein Feuerwerk geben? Vorsichtshalber werden an der Oberkasseler Brücke Betonklötze abgelegt, um Anschläge mit Lkw zu verhindern. Leider bekommen das einige Fahrer nicht mit, was zu interessanten Versuchen führt, 30-Tonner auf der Luegallee zu wenden. Viele Dutzend Autofahrer haben im Stau reichlich Zeit, sich das anzusehen. Und das Feuerwerk? Findet statt, wie immer. Inzwischen weiß man auch, wie berechtigt die Skepsis gegen die Container am Stadtstrand war. Häßlich, ist die einhellige Meinung.

Heiß ist es immer noch, und womöglich war die Hitze mit verantwortlich, dass eine Autofahrerin ausrastete, als sie Seestern nach einem Unfall warten musste, bis die Rettungskräfte einen jungen Mann versorgt hatten. Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen. Die Randale im Rheinbad übrigens auch. Eine Ausweispflicht soll nun Abhilfe schaffen. Mit dem Abebben der Hitzewelle gerät auch der Trouble im Bad in Vergessenheit. Das scheint auch Heinrich Heine passiert sein, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Bei einer Umfrage unter Studenten an der Uni, die seinen Namen trägt, kann nur ein Bruchteil exakt sagen, wer er war, und noch weniger haben einen oder zwei Buchtitel oder Zitate in petto. Nun ja – Denk ich an Düsseldorf in der Nacht . . . (oder so ähnlich).

September

Immerhin gibt es im September keine sofortige Ablehnung, sondern freundliches Interesse. Daheim prägen ganz andere Nachrichten die Schlagzeilen: Im Marienhospital kommt es zu einem verheerenden Brand, ein Mensch stirbt. Und es gibt erheblichen Widerstand gegen die Idee, das neue Bad in ­Heerdt „the flow“ zu nennen. Geht’s noch?, fragen die Kritiker. Vielleicht sollte man sich mal in der Nachbarschaft umschauen. In Willich gibt es ein Schwimmbad, das man schlicht „de Bütt“ („die Wanne“) genannt hat. Kommt gut an, versteht jeder (Rheinländer) und ist kein Anglizismus. Hürth bei Köln hat ebenfalls ein Bad dieses Namens.

Ach ja – der Verkehr. Zur allgemeinen Diskussion passt, dass die Carsharing-Anbieter von wachsenden Zahlen berichten. Beim autofreien Sonntag Mitte des Monats, so argwöhnen Autofreunde, will das Rathaus testen lassen, wie es sich so anfühlt ohne rollendes Blech in der City. Sollte das die Absicht gewesen sein, ist der Eindruck eher dürftig. Nur wenige Straßen bleiben wirklich ohne Autos. Apropos Autos: Was alle schon immer ahnten, bewahrheitet sich – Düsseldorf ist die Stadt mit den meisten SUV, gemessen an der Zahl der Bewohner. Ein paar Altstadt-Gästen stieß das wohl sauer auf – und sie beschimpften eine Fahrerin eines solchen Wagens, als sie das Andreasquartier verließ. Große Aufregung – Hass gegen SUV-Fahrer? Eher nicht, zu viel Alt würde wohl den Kern treffen.

Solche Aktionen passen natürlich gar nicht zum Weltbild der Liberalen. Die sind in Düsseldorf immer stark gewesen, und nun sehen sie ihre Chance, da sie eine prominente Spitzenfrau haben: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, zuletzt in Berlin im Bundestag für die FDP, kündigt an, bei der Kommunalwahl für das Amt des OB kandidieren zu wollen. CDU und Grüne halten sich zurück, bei der SPD setzt man auf Thomas Geisel. Der wird von einer miesen Nachricht kalt erwischt: Mitarbeiter der Stadt kippen dicke Steine unter eine Zufahrtsrampe zur Kniebrücke – offenbar, um dort häufig campierende Obdachlose zu vergrämen. Das kommt bei den Menschen nicht gut an, so viel Kaltherzigkeit. Der OB beteuert, nichts davon gewusst zu haben.

Oktober

Mit Ahnungslosigkeit haben sich 2006 schon mal Jury-Mitglieder des Heine-Preises blamiert, als sie ihn an Peter Handke verleihen wollten. Damals war seine Nähe zum serbischen Kriegsverbrecher Slobodan Milosevic noch frisch in Erinnerung, und am Ende verzichtete er auf den Preis. Als im Oktober verkündet wird, dass er den Literatur-Nobelpreis erhält, kocht die Erinnerung an diese Blamage Düsseldorfs wieder hoch. Und auch die Umweltspur erregt mehr und mehr die Gemüter.

Mit Grauen wartet man auf das Ende der Herbstferien und den verkehrsreichsten Monat, den November. Allen ist klar – das wird grausam. Sie sollen recht behalten. Dass Düsseldorf die Bürger nicht wirklich vom Nutzen der blauen Tonne (für Papier) überzeugen kann, geht dabei fast unter. Reine Schadenfreude dagegen, als in Kö-Nähe ein komplett golden lackiertes Auto stillgelegt wird: Gefährliche Reflektionen seien nicht auszuschließen, sagt die Polizei. Jetzt ist auch der Zeitpunkt für einen neuen Rheinbahn-Skandal: Sylvia Lier, im Vorstand für die Finanzen zuständig, hat das mit dem Geld nicht so richtig verstanden, scheint es. Ihr Umgang beim Bestellen von Dienstwagen ist grenzwertig, und dass sie ihren eigenen dem Ehemann für ausführliche Nutzung überlässt, stößt auf blankes Unverständnis. Ihr Vertrag regelt das nicht eindeutig, aber wenige Wochen später muss sie dennoch ihren Posten räumen.

November

Fortuna-Fans haben derweil ganz andere Sorgen: Beim ersten Derby des Vereins mit dem 1. FC Köln in der Liga ist Spannung pur angesagt. Düsseldorf gewinnt 2:0! Die Begeisterung kennt keine Grenzen, natürlich nur in Düsseldorf. Ärger gibt es in der Stadt genug. Beispielsweise über eine neue Großbaustelle, an die man sich gewöhnen muss: Kurz hinter dem Seestern wird eine neue Anschlussstelle für die B7/A52 gebaut, und umgehend stehen die Autos täglich bis zurück zur Theodor-Heuss-Brücke. Die ist zwar einiges gewohnt, aber zum Jahresende wird klar, dass die vielen schweren Lkw die Substanz nachhaltig angegriffen haben. Ab sofort ist sie für Lkw über 30 Tonnen gesperrt – die A1-Brücke bei Leverkusen lässt grüßen.

Nur Ärger mit dem Verkehr: Genervte Autofahrer bringen im November eine Petition gegen die Umweltspur auf den Weg, die Kö-Anlieger machen mobil und die Grünen gehen vorsichtig auf Distanz. Aber mit knapper Mehrheit (eine Stimme) beschließt der Rat, die Umweltspuren nicht abzuschaffen. Dass die blaue Tonne nun Pflicht ist, kommt draußen kaum an, aber empört sind die Menschen, als sie hören, dass gottlose Diebe den Schatz in St. Lambertus geplündert haben.

Dezember

Sollte die CDU auf Hildegard Müller als OB-Kandidatin gehofft haben (und viele in der Union haben das gewiss getan!), werden sie im Dezember enttäuscht. Die frühere enge Mitarbeiterin von Angela Merkel wird Chefin des Deutschen Verbandes der Automobilindustrie, und ist damit weiter weg vom Düsseldorfer Rathaus denn je. Offenbar wird den Verantwortlichen im Rathaus klar, wie wichtig das Thema Verkehr künftig sein wird, daher sucht man nun einen Verkehrsdezernenten. Der / die wird viel Arbeit haben, und viel Scherben kitten müssen – nicht nur Handwerkskammer, sondern auch die IHK kritisiert die Verkehrspolitik der Stadt ungewohnt heftig.

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