Künstlerin Katy Schnee

So bunt kann Schneegestöber sein

Liebt große Leinwände: Katy Schnee in den Räumen von Denecke Zahmedizin.

Liebt große Leinwände: Katy Schnee in den Räumen von Denecke Zahmedizin.

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Hilden/Erkrath. Unter dem Titel „Schneegestöber“ sind bis zum 22. Mai etwa 25 Bilder der Malerin Katy Schnee in der Zahnklinik Denecke ausgestellt. „Farbenfroh, lebendig und harmonisch – ganz anders als beim Titel vermutet“, beschreibt Eva Denecke die Werke auf der Vernissage.

Seit 2002 malt die hauptberufliche Arzthelferin mit Acryl. „Am liebsten bearbeite ich große Leinwände “ berichtet die Künstlerin mit leuchtenden Augen. Ein Bild ist für sie das Herzstück des Raumes und soll Harmonie erzeugen. Ihre Werke sind vielfältig. Mal in leuchtenden Farben, mal pastellig, glatt oder glänzend. Spachtel, Sand und Scherben verarbeitet sie ebenfalls. Auch Gegenstände wie Vasen oder Gardinenhalter sind vor ihrem Pinsel nicht sicher und werden ins Bild integriert.


Es begann mit einer
Verschönerungsaktion

Der Startschuss ihres kreativen Hobbys fiel 2003. Ihr Vermieter hatte zu einer Verschönerung der Hausflure aufgerufen. Das Doppelhochhaus mit 100 Parteien sollte durch die Ideen der Mieter wohnlicher werden. Katy Schnee stellte 16 Bilder fertig, die bis heute dort ausgestellt sind.

Die nächsten fünf Jahre machte sie diverse Malkurse, um ihre Technik zu verbessern. Anfang 2008 brachten Freunde ihrer zwei Söhne sie auf die Idee, die Bilder zu verkaufen. Gesagt – getan. Sie deckte sich mit Leinwand und Farbe ein. Meist in ihrem Urlaub schuf sie ein Werk nach dem anderen. Ende des Jahres hatte sie ihre erste eigene Ausstellung im Lokschuppen in Erkrath.

Mittlerweile sind viele ihrer Exponate in Hotels oder Unternehmen zu sehen. „Das ist mir auch lieb so“, berichtet Schnee. „Die Bilder leiden bei der Lagerung und ich habe nicht genügend Platz im Keller“. Eine Halle als beheizbares Atelier, in dem sie sich austoben und gleichzeitig ihre Bilder lagern und ausstellen kann, ist deshalb ihr Traum.

Seit 2009 engagiert sich die Erkratherin in der Gruppe „Neanderart“. Ein Zusammenschluss von etwa 40 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Neanderland zwischen Mettmann und dem südlichen Düsseldorf. Hier organisiert sie Ausstellungen und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Besonders stolz ist sie auf die Neanderart-Aktie. Für fünf Euro ist das durchnummerierte Wertpapier mit Original Kunstwerken zu erwerben. Damit unterstützen Interessierte die Arbeit der freien Künstlergruppe. Eine Verkaufsstation soll in Zukunft der Shop des Neanderthalmuseums werden.

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