Blaulicht

Sexueller Missbrauch: Serientäter aus Düsseldorf in Haft

Symbolbild.

Symbolbild.

Foto: Friso Gentsch / picture alliance / dpa

Düsseldorf.  Ein 25-jähriger Mann aus Düsseldorf sitzt in Untersuchungshaft wegen des versuchten sexuellen Missbrauchs: Eines der Opfer würgte der Täter.

Ein 25-jähriger Mann aus Düsseldorf mit deutscher Staatsangehörigkeit sitzt derzeit in Untersuchungshaft wegen des versuchten sexuellen Missbrauchs.

Der erste Fall ereignete sich am 25. Januar im Stadtteil Bilk auf der Binterimstraße: Dort soll der asiatisch aussehende Mann einem 13-jährigen Mädchen gegen Mittag in den Hausflur gefolgt sein und sie angefasst haben. Da das Mädchen sich stark wehrte, floh der Täter. Doch schon eine halbe Stunde später ging bei der Polizei wieder eine Meldung wegen des versuchten sexuellen Missbrauchs ein.

Halbe Stunde zwischen zwei Taten

Diesmal versuchte es der Täter auf der Kronprinzenstraße wieder in einem Hausflur eines Mehrfamilienhauses; dort versuchte der Mann einer Zehnjährigen die Hose herunter zu ziehen. Fliehen konnte das Kind nur, in dem es aus der eigenen Jacke schlüpfte und den Hausflur nach oben rannte, wo ihr zufällig eine Nachbarin entgegen kam. Die Nachbarin rief daraufhin die Polizei, der 25-Jährige konnte abermals, wie auch bei der dritten Tat im März auf der Elisabethstraße in Bilk, flüchten. Die drei ersten Taten fanden alle in Bilk an einem Freitag mittags oder nachmittags statt.

Zu einem vierten Versuch schweren sexuellen Missbrauchs kam es im Mai auf der Scheurenstraße in Friedrichstadt: Der 25-Jährige klingelte an einer Tür, die von einem neunjährigen Mädchen geöffnet wurde. Das Mädchen war allein zu Hause. Der Täter behauptete mit der Mutter verabredet zu sein und warten zu wollen.

Mädchen ließ sich auf den Boden fallen

Als das Mädchen misstrauisch wurde und die Mutter anrief, wurde der Mann aggressiv, riss dem Mädchen das Handy aus der Hand und legte das Telefon hoch oben auf einen Schrank, so dass das Mädchen nicht mehr dran kam. Anschließend würgte er das Opfer.

Das Kind konnte sich aus dem Griff des Täters befreien, indem es sich auf den Boden fallen ließ und anfing laut zu schreien. Der Täter schaffte es wieder zu fliehen.

Vergangene Woche Dienstag sprach derselbe Mann ein zehnjähriges Mädchen in Lierenfeld an, das den Haustürschlüssel vergessen hatte. Er fragte, ob die beiden nicht zusammen ein Eis essen wollten und lief zum nächsten Kiosk. Eine aufmerksame Nachbarin rief währenddessen die Polizei, die den Täter daraufhin in Empfang nehmen konnte.

Haftbefehl wegen Sozialbetrugs

Gegen den Mann gab es einen offenen Haftbefehl wegen Sozialbetrugs: Der Täter soll Lebensmittelgutscheine vom Amt erhalten und weiter verkauft haben. Wegen der Beschreibung des Mannes durch die vorherigen Opfer wurde die Kriminalpolizei aufmerksam und ordnete einen DNA-Test an, bei dem ein Experte des LKAs binnen eine Tages schon Übereinstimmungen zu der Täter-DNA bei drei der vier vorherigen Opfer fand. Zudem konnte eines der Mädchen den Mann durch Lichtbildvorlage identifizieren. Die Polizei erklärte, dass der Mann auf den ersten Blick durchaus einen freundlichen Eindruck hinterlässt.

Die Polizei sagt, dass auch der fünfte Vorfall als versuchter sexueller Missbrauch gewertet werden kann, auch wenn es nicht zu Übergriffen kam. Außerdem sei es möglich, dass weitere Fälle möglich seien, die nicht zur Anzeige gebracht wurden. Mögliche Opfer könnten sich weiterhin an die Polizei wenden und ihre Aussagen tätigen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben