Umwelt

Düsseldorfer Initiative will 200 Tonnen Rhein-Müll sammeln

Eine Ehrenamtliche sammelte im vergangenen Jahr bei der Umweltinitiative "RhineCleanup" am Rheinufer Müll zusammen.

Eine Ehrenamtliche sammelte im vergangenen Jahr bei der Umweltinitiative "RhineCleanup" am Rheinufer Müll zusammen.

Foto: Silas Stein / dpa

Düsseldorf.  Müllsammelaktion geht in die zweite Runde. Düsseldorfer Initiative erreicht mittlerweile 103 Kommunen. Rund 20.000 Teilnehmer werden erwartet.

Das Projekt „RhineCleanUp“ geht in die zweite Runde: Am Samstag, 14. September, von 10 bis 13 Uhr, wird der Rhein erneut von der Quelle bis zur Mündung von Müll befreit. Die Müllsammelaktion, die dieses Jahr neue Ziele und Unterstützer hat, hat ihren Ursprung in Düsseldorf. Ingo Lentz, Vorsitzender des Vereins Pro Düsseldorf und Mitorganisator, freut sich, wieweit es die Aktion bereits geschafft hat.

1200 Düsseldorfer waren 2018 mit dabei

Im vergangenen Jahr hatte man eigentlich die Zielsetzung, zehn Städte von der Aktion zu überzeugen – am Ende waren es 59 Kommunen. Insgesamt 10.000 Menschen (1200 in Düsseldorf) waren 2018 mit dabei und sammelten rund 100 Tonnen Müll. In Düsseldorf waren rund 15 bis 16 Tonnen zusammengekommen, so Ingo Lentz.

Für dieses Jahr möchte man doppelt so viel schaffen: Bereits jetzt haben sich 176 Gruppen in 103 Kommunen angemeldet. Man geht von 20.000 bis 30.000 Teilnehmern und gut 200 Tonnen Müll aus, der gesammelt wird. Lentz ist es jedoch auch wichtig, nicht als „Europas größte Müllsammler“ zu gelten.

Nebenflüsse sollen zum Thema werden

Vielmehr wollen sie mit diesen Aktionen ein Bewusstsein schaffen und Themen aufgreifen. So gab es etwa Anfang August die Aktion „Rheinkippen“, bei der auf die Verschmutzung durch achtlos weggeworfene Zigaretten aufmerksam gemacht wurde. In weiteren Aktionen möchte man sich bald auch der Nebenflüsse annehmen, etwa der Ruhr. Denn auch von dort kommt viel Dreck in den Rhein. Um diese Aktion jedoch starten zu können, sei man aber noch auf der Suche nach Partnern.

Unterstützung erfährt der „RhineCleanUp“ von Oberbürgermeister Thomas Geisel, dem das Thema Stadtsauberkeit ein großes Anliegen ist. Man sei auf einem guten Weg, dennoch dürfe man im Einsatz für Sauberkeit nicht nachlassen.

Anmeldungen erwünscht

Wer übrigens am 14. September an der Aktion teilnehmen möchte, soll sich auf der Website rhinecleanup.org anmelden, damit Müllsäcke, Handschuhe und Westen in ausreichenden Mengen vorgehalten werden können. An dem Tag selbst werden die Materialien an der Theodor-Heuss-Brücke (Lörick), der Oberkasseler Brücke und Rheinknie-Brücke (beide Rheinwiese/Kaiser-Willhelm-Ring) sowie am Paradiesstrand (Lausward) ausgegeben. Von heute bis 13. September zwischen 10 bis 16 Uhr kann Material auch im Atrium der Stadtsparkasse, Berliner Allee 33, abgeholt werden.

Und noch ein Highlight gibt es: Pottwale e.V. macht mit einem 15 Meter großen Pottwal-Modell auf der Oberkasseler Rheinwiese auf Plastik in den Meeren aufmerksam. Die Skulptur einer belgischen Künstlergruppe ist am gesamten Wochenende zu sehen.

Naturschutzjugend sammelt ebenfalls Müll

Nicht nur beim RhineCleanUp geht es um die Müllbeseitigung. Die Naturschutzjugend (Naju) NRW sammelt anlässlich des „International Coastal Cleanup Day“ am Samstag, 21. September, in 10 NRW-Städten Müll, unter anderem in Düsseldorf.

Dort geht es um 11 Uhr am S-Bahnhof Rath Mitte los. Laut Naju NRW verursachen allein Einwegbecher in Deutschland pro Jahr 31.000 Tonnen Abfall. Die dazugehörigen Plastikdeckel weitere 9000 Tonnen.

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