Gerichtsprozess

Nachbar soll Frau um 400.000 Euro betrogen haben

Archivbild. Vor dem Amtsgericht in Düsseldorf muss sich ein 50-Jähriger wegen Betrugs verantworten. Doch es gibt Zweifel an den Anschuldigungen.

Archivbild. Vor dem Amtsgericht in Düsseldorf muss sich ein 50-Jähriger wegen Betrugs verantworten. Doch es gibt Zweifel an den Anschuldigungen.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Düsseldorf .  Ein Mann soll seine Nachbarin um mehr als 400.000 Euro geprellt haben. Doch im Prozess werden Zweifel an der Version der alten Dame sichtbar.

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Ein 50-jähriger Düsseldorfer soll seine wohlhabende Nachbarin um mehrere hunderttausend Euro gebracht haben. Seit Dienstag muss er sich wegen Betruges und Unterschlagung vor dem Amtsgericht verantworten - und bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft vehement.

Der Angeklagte soll seine Nachbarin dazu überredet haben, fast eine halbe Million Euro für sie in seinem Schließfach aufzubewahren. Als sie an das Geld wollte, sei es weg gewesen.

Klägerin hat sich selbst als dement eingestuft

Das 70 Jahre alte mutmaßliche Opfer war am Dienstag krank und erschien nicht zur Gerichtsverhandlung, ebenso wenig ihre Hausärztin. Die 70-Jährige hatte sich in einer früheren Vernehmung selbst als dement eingestuft.

Auch der Polizist, der die Strafanzeige aufgenommen hatte, sagte am Dienstag als Zeuge aus, die Dame habe auf ihn einen sehr verwirrten Eindruck gemacht. Er habe ihr nicht geglaubt.

Angeklagter will 140.000 Euro geschenkt bekommen haben

Sie soll zudem bereits früher einen anderen Nachbarn beschuldigt haben, ihr Schmuck gestohlen zu haben, der dann aber bei ihr selbst wieder aufgetaucht war.

Der Angeklagte sagte, die Frau habe ihm 140.000 Euro geschenkt. Mehr habe er auch nicht von ihr bekommen. Sie habe ihre Konten leer geräumt und das Geld unbedingt in einem Schließfach aufbewahren wollen.

Auffällig ist, dass die 70-Jährige ihren Nachbarn zunächst als Alleinerben im Testament eingesetzt hatte, das Testament dann aber ändern ließ. Der Prozess soll am 6. August fortgesetzt werden. (dpa)

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