Schäden

Kaputtes Altstadtpflaster in Düsseldorf - SPD bringt Rechnungsprüfer ins Spiel

Nur Ärger mit dem neuen Altstadt-Pflaster in Düsseldorf. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

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Düsseldorf. Wer hat Schuld am Schlamassel mit dem kaputten Altstadtpflaster in Düsseldorf? Ein Gutachten soll in den nächsten Tagen Klarheit schaffen. Die SPD-Fraktion kündigte an, möglicherweise das Rechnungsprüfungsamt einzuschalten.

Die von der Stadt Düsseldorf beauftragten Gutachter sollen in den nächsten Tagen eine Antwort darauf geben, wie es zu den Schäden auf der Berger- und neuerdings auch auf der Bolkerstraße kommen konnte. Die SPD-Fraktion kündigte an, möglicherweise das Rechnungsprüfungsamt einzuschalten. „Das entscheiden wir, sobald das Gutachten vorliegt“, erklärt Peter Knäpper (SPD), Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.

Sollten sich „erste Hinweise auf eine mögliche Teilschuld der Stadt“ ergeben, müssen die Rechnungsprüfer dem nachgehen, fordert SPD-Fraktionsgeschäftsführer Jochen Wirtz. Dann müsse der Ausschreibungstext gesichtet und geprüft werden, ob die Verwaltung „sach- und fachgerecht“ gehandelt habe, ebenso welche zusätzlichen Kosten jetzt entstehen und wer sie bezahlt. „Auch eine Entschädigung der Geschäftsinhaber muss in Betracht gezogen werden“, erklärt Peter Knäpper, der „von einem traurigen Sommertheater zu Lasten der Altstadtwirte, der Anlieger und der Besucher“ spricht.

Erst einmal die Ergebnisse des Gutachtens abwarten

Andreas Hartnigk (CDU) ,Vorsitzender des Bauausschusses, will erstmal die Gutachterergebnisse abwarten. „Die Experten wollen uns ja einen Lösungsvorschlag machen. Wir sollten erstmal auf einer stark belasteten Testfläche ausprobieren, ab das dann auch funktioniert.“

Der Hersteller Michael Metten aus Overath, der für die CDU im Rat von Bergisch Gladbach sitzt, versichert, dass seine in der Altstadt verlegten Gehwegplatten „einwandfrei“ angeliefert wurden. Die Steine würden, so Metten, regelmäßig auf ihre Qualität überprüft und die für Pflastersteine gültige DIN-Norm 1338 stets erfüllen.

Er betonte, dass jedes Jahr mehrere zehntausend Quadratmeter dieses Steintyps produziert und verkauft werden. Damit verlegt wurden unter anderem die Severinstraße in Köln, die Innenstadt von Dietz, das Shedd Aquarium Boulevard in Chicago und bereits vor Jahren der Bertha-von Suttner-Platz hinterm Düsseldorfer Hauptbahnhof. „Bisher gab es keine Beanstandungen“, so der Hersteller, der insofern „entspannt“ dem Urteil der Gutachten in der Altstadt entgegensieht.

FDP wittert Sabotage

Eine ganz neue These kommt von den Liberalen: „Sabotage!“ Etwas anderes könne sich Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann nicht vorstellen. Abends sei das Pflaster noch in Ordnung und am nächsten Morgen plötzlich beschädigt. Sie vermutet, dass Vandalen mit Hammer, Flex oder Meißel unterwegs waren. Norbert Czerwinski (Grüne) schüttelt den Kopf: „Das sind Verschwörungstheorien. Das erinnert mich an Heinzelmännchen-Theater.“

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